Nunmehr wurde die geänderte Richtlinie einschließlich der Tragenden Gründe sowie die Bekanntmachung des Beschlusses im Bundesanzeiger auf der G-BA Homepage veröffentlicht (https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2027/). Die Änderungen treten zum 01.01.2015 in Kraft.

Änderungsbedarf ergibt sich im Wesentlichen aus Aufnahme von Follow Up Indikatoren in den endoprothetischen Leistungsbereichen (Hüfte und Knie) ins reguläre ESQS Verfahren. Die Daten hierzu werden ab dem Erfassungsjahr 2015 in einem Datenerhebungsvorgang mit den übrigen Leistungsbereichen von den Krankenhäusern erhoben. Des Weiteren wird ein Follow Up auch für die drei Herzschrittmacher-Leistungsbereiche nach dem gleichen Datenfluss und Pseudonymisierungsverfahren eingeführt und es werden Folgeanpassungen im Richtlinientext aufgrund der vom GKV SV initiierten standortbezogenen Berichtspflicht in den Regelungen zum Qualitätsbericht der Krankenhäuser mit einem nach Standorten differenzierten Versorgungsauftrag erforderlich. Der Versorgungsauftrag bestimmt sich entsprechend §8 Abs. 1 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG). Ein entsprechendes Datenfeld „entlassender Standort“ ist seit dem Erfassungsjahr 2014 Bestandteil der QS-Dokumentation.

Die Richtlinie hat somit folgende Struktur:

•    Regelungsrumpf: Regelungen für die ESQS-Leistungsbereiche ohne Follow-Up

•    Anlage 1: Auflistung der ESQS Leistungsbereiche ohne Follow-Up

•    Anlage 2: Regelungen zum letztmaligen Sonderexport der Follow-Up-Daten aus den Leistungsbereichen Endoprothetik (Hüfte und Knie) des Erfassungsjahres 2014 zur Erprobung der längsschnittlichen Datenzusammenführung

•    Anlage 3: Regelungen zu den Follow-Up-Leistungsbereichen Endoprothetik (Hüfte und Knie) und Herzschrittmacher und Festlegung der diesbezüglichen Datenflüsse.

Eine Erläuterung zu ausgewählten Änderungen ist beigefügt (Anlage). Einzelheiten sind den Tragenden Gründen zu entnehmen.

Aus dem Beschluss zur QSKH-RL resultieren einmalige Bürokratiekosten in Höhe von geschätzt 638.705 Euro sowie eine Entlastung an jährlichen Bürokratiekosten in Höhe von geschätzt 1.596.930 Euro. Die Berechnung der Bürokratiekosten findet sich ebenfalls in den Tragenden Gründen.