Insgesamt haben 1557 Krankenhäusern zu 434 Qualitätsindikatoren über 3 Mio. Datensätze in 30 Leistungsbereichen erhoben. Bei 31 QI war aus methodischen Gründen keine Tendenzaussage möglich, da sie z.B. neu eingeführt wurden oder sich die Berechnungsgrundlagen geändert haben. 40 QI (rd. 10%) haben sich verbessert, 17 QI (rd. 4%) verschlechtert und 346 QI (rd. 86%) in 29 Leistungsbereichen weisen im Vergleich zum Vorjahr ein stabiles Qualitätsniveau auf.

Insgesamt ist in vielen Bereichen und insbesondere bei den Indikatoren zur Erfassung der Indikationsstellung eine Verbesserungstendenz zu verzeichnen. Hierzu zählen

•    die herzchirurgischen Leistungsbereiche (Herzklappen-OP, OP an den Herzkranzgefäßen).

•    die Leistungsbereiche der Transplantationsmedizin und der Lebendspenden (Lebertransplantation, Nierentransplantation, Herztransplantation, Lungen- und Herz-Lungentransplantation, Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation, Leberlebendspende, Nierenlebendspende).

•    die orthopädisch-unfallchirurgischen Leistungsbereiche.

Hervorzuheben sind positive Trends bei der Ergebnisqualität sowie die nochmaligen Verbesserungen bei den Indikatoren zur korrekten Indikationsstellung bei den Erstimplantationen von künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Kritisch angemerkt wurde, dass auch im letzten Jahr 300 Patienten im unmittelbaren Zusammenhang mit einer Hüft-Endoprothesen-Erstimplantation verstorben sind. Ursächlich sind aber weniger die Eingriffe selbst, son¬dern schwere Komorbiditäten der oft hochbetagten Patienten.

•    die Herzschrittmacher-Leistungsbereiche.

Die leitlinienkonforme Indikationsstellung hat sich weiter verbessert. Es gibt aber auch besonderen Handlungsbedarf bei den Revisionseingriffen und Komplikationen. Das ab 2015 etablierte stationäre Follow Up Verfahren bei den HSM wird die Analysemöglichkeiten weiter verbessern und erstmals eine längsschnittliche Betrachtung der Versorgungsqualität ermöglichen.

•    der Leistungsbereich Koronarangiographie und Perkutane Koronarintervention (PCI). Hervorzuheben ist, dass die Strahlenexposition der Patienten (Flächendosisprodukt) im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung seit mehreren Jahren kontinuierlich abnimmt.

•    der Leistungsbereich Cholezystektomie (Gallenblasenentfernung).

•    die Leistungsbereiche Geburtshilfe und Neonatologie (Versorgung von Frühgeborenen).

•    Allerdings wird hier aufgrund der großen Spannweite der Krankenhausergebnisse auch ein C-Indikator identifiziert („Anwesenheit eines Pädiaters bei Frühgeborenen“).

Im Vergleich zu 2012 (1 QI) wurden 6 QI als C-Indikatoren – d.h. Indikatoren mit besonderem Handlungsbedarf – von den Bundesfachgruppen identifiziert. Sie finden sich in den Leistungsbereichen Herzschrittmacher und Defibrillatoren, Ambulant erworbene Pneumonie, Aortenklappenchirurgie isoliert, Mammachirurgie und Geburtshilfe.

Die ohnehin schon gute Vollzähligkeit der Dokumentation hat sich weiter verbessert und liegt in sämtlichen Leistungsbereichen zwischen 99 bis 103,8%. Erfreulich ist, dass im Rahmen des umfangreichen Datenvalidierungsverfahrens gezeigt werden konnte, dass sich die Dokumentationsraten nicht nur über die Leistungsbereiche sondern auch der einzelnen Krankenhäuser im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert haben. Zukünftig werden 295 QI der der 434 QI (ca. 68%) jedes Jahr im Qualitätsbericht des Krankenhauses veröffentlicht, wodurch die Transparenz im Vergleich zum Vorjahr (2012: 289 QI) noch weiter gesteigert wurde.

Der Beschluss wird auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de bekanntgegeben.

Die DKG hat anlässlich des Beschlusses die beigefügte Pressemitteilung herausgegeben (Anlage 2). Der Qualitätsreport 2013 wird auf den Internetseiten des AQUA-Instituts (www.sqg.de) veröffentlicht und kann dort auch als Druckexemplar angefordert werden (Erscheinungsdatum voraussichtlich Mitte September 2014).