Zu 1.

Institution nach §137a SGB V: Beauftragung mit der Weiterentwicklung der drei Leistungsbereiche Implantierbare Defibrillatoren

Für die drei genannten Leistungsbereiche – wie auch bereits bei den Herzschrittmacher-Leistungsbereichen – wird ein stationäres Follow Up in der esQS eingeführt.

Durch Aufnahme von patientenidentifizierenden und zu pseudonymisierenden Datenfeldern (Krankenversichertennummer) in der vorhandenen QS-Dokumentation werden stationäre Fälle zukünftig miteinander verknüpft werden können, um mögliche Zusammenhänge zwischen Erst- und Folgeeingriff zu erkennen. Die Ergebnisse der Beauftragung sind bis zum 19. März 2015 vorzulegen.

Dieser Beschluss wird nicht veröffentlicht.

Zu 2.

Institution nach §137a SGB V: Delegation von Entscheidungsbefugnissen zu Umsetzungsaufgaben im Rahmen des AQUA-Vertrags

Die Abnahme der jährlichen Tätigkeitsberichte (ab Berichtsjahr 2013), die Freigabe des Qualitätsreports 2014 und die Freigabe der Bundesauswertung 2013 wurde vom Plenum an den Unterausschuss delegiert, um den Zeitaufwand, der sich aus der Plenumsvorlage ergibt, den inhaltlichen Beratungen zugute kommen zu lassen. Gleichzeitig wurde vereinbart, dem Plenum die Beschlussfassung zur Veröffentlichung des Qualitätsreports zur Kenntnisnahme vorzulegen.

Dieser Beschluss wird nicht veröffentlicht.

Zu 3.

Institution nach §137a SGB V: Beauftragung mit der Analyse zum Sonderexport 2014 und mit der Erstellung von Rückmeldeberichten (Follow-up nach Anlage 2 QSKH-RL)

Seit dem Erfassungsjahr 2011 wird in Form eines Sonderexports in den endoprothetischen Leistungsbereichen Hüfte/Knie die Einführung eines stationären Follow-up unter Nutzung eines Pseudonymisierungsverfahrens erprobt. Für die endoprothetischen Leistungsbereiche Hüfte/Knie wurde im April und Mai 2014 letztmalig ein Sonderexport durchgeführt. Ab dem Erfassungsjahr 2015 wird das Verfahren im Routinebetrieb laufen.

Die Krankenhäuser und Datenannahmestellen werden individuelle Auswertungs- und Rückmeldeberichte zu den von ihnen im Rahmen des Sonderexports übermittelten Daten erhalten. Hierfür hatte sich insbesondere die DKG nach Maßgabe ihrer Gremienberatungen ausgesprochen, damit die teilnehmenden Krankenhäuser und Datenannahmestellen den Sonderexport auch inhaltlich nachvollziehen können. Erstmalig ist darin auch eine inhaltliche Auswertung des Sonderexports enthalten, allerdings aufgrund der Erprobung noch ohne Konsequenzen für den Strukturierten Dialog.

Dieser Beschluss wird nicht veröffentlicht.

Zu 4.

Institution nach §137a SGB V: Weiterentwicklung des Leistungsbereichs Herztransplantation (Herzunterstützungs-Systeme): Abnahme des Abschlussberichts

Gemäß Weiterentwicklungsauftrag wurden die Kunstherzen/ Herzunterstützungssysteme in den derzeitigen Leistungsbereich Herztransplantation einbezogen. Der nun vorliegende Abschlussbericht wurde formal abgenommen. Die inhaltliche Beratung über die hierin vorgeschlagenen Empfehlungen zur Weiterentwicklung ist noch nicht abgeschlossen.

Dieser Beschluss wird auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de veröffentlicht.

Zu 5.

Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL):

5.1 Änderung der Richtlinie

Es wurden Änderungen der QSKH-RL für das Erfassungsjahr 2015 beschlossen. Änderungsbedarf ergibt sich insbesondere aufgrund der Übernahme des bisher als Sonderexport geprobten stationären Follow-Ups in den ESQS-Regelbetrieb für die endoprothetischen Leistungsbereiche Hüfte/Knie. Des Weiteren wird ein Follow Up auch für die drei Herzschrittmacher-Leistungsbereiche nach dem gleichen Datenfluss und Pseudonymisierungsverfahren eingeführt und es wurden Folgeanpassungen im Richtlinientext aufgrund des vom GKV SV gewünschten und bereits im letzten Jahr eingeführten Standortbezuges erforderlich.

Über die Änderungen der QSKH-RL wird außerdem mit gesondertem DKG-Rundschreiben informiert.

Dieser Beschluss wird auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de veröffentlicht.

5.2 Spezifikation 2015

Die Spezifikation beschreibt sämtliche Datenerhebungen und deren Änderungen im Zusammenhang mit der QSKH–RL. Sie umfasst damit die Teilspezifikationen für die QS-Dokumentationssoftware, für die QS-Filter-Software und Sollstatistik und für die Risikostatistik.

Eine wesentliche allgemeine Änderung ist die geplante Komplett-Umstellung des Exportformates der QS-Dokumentation auf XML für alle Leistungsbereiche der ESQS. Im Zuge der Vereinheitlichung der Verfahren betrifft dies auch die Risikostatistik und die Sollstatistik (Vollzähligkeitsprüfung). Es ergeben sich außerdem Änderungen in den PID Feldern. Ferner wird die Spezifikationsdatenbank von AQUA um administrative Tabellen erweitert.

Näheres ist in zusammengefasster Form den „Erläuterungen zur Spezifikation“ zu entnehmen (Anlage 1). Dort ist unter anderem der geänderte Datenfluss durch die Einführung der Follow-up-Leistungsbereiche erläutert.

Die Spezifikation wird auf den Internetseiten von AQUA bekannt gegeben. Das AQUA Institut hat darauf hingewiesen, dass sich die Veröffentlichung der Spezifikation (ursprünglich 30. Juni) verschieben wird, da die Beschlussfassung nicht wie ursprünglich geplant im Mai, sondern erst im Juni erfolgen konnte.

Dieser Beschluss wird auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de veröffentlicht.

Die Beschlüsse treten vorbehaltlich der Nichtbeanstandung durch das BMG in Kraft.

Die DKG hat anlässlich der Plenums-Beschlüsse eine beigefügte Presseerklärung veröffentlicht (Anlage 2).