Das Deutsche Endoprothesenregister (EPRD) wird gemeinschaftlich von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, dem AOK-Bundesverband, dem Verband der Ersatzkassen, dem Bundesverband Medizintechnologie und dem BQS-Institut betrieben. Sowohl das Bundesministerium für Gesundheit als auch der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft haben die Teilnahme an diesem Register empfohlen.

Das EPRD hat seinen Pilotbetrieb beendet und am 01.01.2014 mit dem Echtbetrieb begonnen. Die Daten der Krankenhäuser, die bisher am Probebetrieb teilgenommen haben, werden übernommen. Derzeit liefern etwa 50 Krankenhäuser Daten,

313 Krankenhäuser haben ihre Teilnahme am EPRD erklärt.

Mit der Teilnahme am EPRD erhält das Krankenhaus neben einer eigenen Datenauswertung und der Lieferung von Daten zur allgemeinen Bewertung von implantierten Endoprothesen noch die Möglichkeit der Nachverfolgung der Patientinnen und Patienten und der implantierten Endoprothesen. Weiterhin kann es Patientinnen und Patienten einen Endoprothesenpass ausstellen.

Die Patientin oder der Patient erhält vom Krankenhaus ein Informationsblatt und willigt mit einer vorbereiteten Erklärung in die Datenweitergabe ein. Diese Einwilligung kann auch abgestuft erfolgen (Anlage 1).

Für die Teilnahme am EPRD muss das Krankenhaus einen Vertrag (Anlage 2) mit dem EPRD schließen. Das EPRD liefert im Gegenzug die Erfassungssoftware, nimmt die Daten entgegen und erstellt Auswertungen.

Die Geschäftsstelle der DKG hat diesen Vertrag in seiner aktuellen Fassung rechtlich geprüft und ist zu der Auffassung gelangt, dass einem Abschluss der Teilnahmevereinbarung in der derzeitigen überarbeiteten Form keine rechtlichen Bedenken entgegenstehen.

Die DKG unterstützt aufgrund des zu erwartenden Erkenntnisgewinns für die Patientensicherheit das EPRD und empfiehlt daher allen Krankenhäusern eine Teilnahme am Endoprothesenregister.