Der G-BA hat in einem Teil seiner Richtlinien die jeweils ein- bzw. ausgeschlossenen Fälle anhand der jeweils gültigen ICD- bzw. OPS-Schlüssel definiert. Diese Richtlinien sind aufgrund der Änderungen der Klassifikationen jährlich auf Anpassungsbedarf zu überprüfen. Für das Jahr 2014 hat diese Überprüfung zu folgenden Anpassungen geführt, die zum 01.01.2014 in Kraft treten werden:

Mindestmengenregelungen gemäß § 137 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 SGB V

Für die Mindestmengenregelungen ergeben sich aus den Veränderungen des OPS eine Reihe von Anpassungen. Redaktionelle Anpassungen ohne Veränderungen des Regelungsgehalts betreffen die Leistungsbereiche „Komplexe Eingriffe am Organsystem Ösophagus“ und „Kniegelenk-Totalendoprothesen“.

Im Leistungsbereich „Nierentransplantation (inkl. Lebendspende)“ wird die nunmehr vorgesehene Unterteilung der Codes 555.1 und 555.7 in „mit und ohne hypotherme und pulsatile Organkonservierung“ in den Richtlinientext übernommen. Diese Änderung bedeutet nur die Differenzierung dieser bereits bestehenden Codes und hat damit keine Auswirkung auf die zu zählenden Leistungen der Mindestmengen-Vereinbarung.

Im Leistungsbereich „Stammzelltransplantation“ werden die in 2014 neuen Kodes für die Verschlüsselung von Retransplantationen bzw. Retransfusionen von Stammzellen in die Richtlinie übernommen. Damit gelten diese seltenen Ereignisse als zählbare Leistungen im Sinne der Mindestmengenregelungen.

Richtlinie über Maßnahmen zur Qualitätssicherung der herzchirurgischen Versorgung bei Kindern und Jugendlichen gemäß § 137 Abs. 1 Nr. 2 SGB V

Für die Richtlinie zur Kinderherzchirurgie ergibt sich aus den Veränderungen des OPS eine Reihe von Anpassungen. Diese sind einmal redaktioneller Art oder Differenzierungen von Codes. Zum anderen gibt es neue Hinweise zu Inklusvia und Exklusiva. Alle diese Anpassungen ändern den wesentlichen Gehalt der RL nicht.

Richtlinie über Maßnahmen zur Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit hämato-onkologischen Krankheiten gemäß § 137 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB V

In der Anlage 1 der Kinderonkologie-Richtlinie werden redaktionelle Anpassungen vorgenommen. Eine weitergehende inhaltliche Anpassung ist nicht erfolgt.

Richtlinie über Maßnahmen zur Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung bei der Indikation Bauchaortenaneurysma

In der Anlage 1 der Richtlinie zum Bauchaortenaneurysma werden nur redaktionelle Anpassungen vorgenommen. Eine weitergehende inhaltliche Anpassung ist nicht erfolgt

Die Tragenden Gründe können jeweils zu der entsprechenden Regelung auf der Internetseite des G-BA unter http://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/ abgerufen werden.