Im Rahmen des vom Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS), dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), dem Deutschen Pflegerat (DPR) und der Deutschen Krankenhausgesellschaft etablierten bundesweiten Fehlermeldesystems „Krankenhaus-CIRS-Netz Deutschland“ (www.kh-cirs.de) können Berichte über sicherheitsrelevante Ereignisse im Krankenhaus eingegeben werden, die dem überregionalen, interprofessionellen und interdisziplinären Lernen dienen. Die Berichte werden nach Eingabe zunächst anonymisiert, klassifiziert und erhalten bei überregionaler Relevanz einen Fachkommentar. Hierfür steht ein Fachbeirat aus Vertretern von Fachgesellschaften, Berufsverbänden und weiteren Institutionen zur Verfügung.

Im „Fall des Monats“ November 2013 geht es um ein organisatorisches Problem, das es eigentlich gar nicht geben sollte: Beim Reinigen der Essenstabletts finden Mitarbeiter der Spülküche gebrauchte Spritzen und offene Kanülen im schmutzigen Geschirr. In Krankenhäusern müssen spitze Gegenstände wie z.B. gebrauchte Kanülen eigentlich in einem entsprechenden Kanülenabwurfbehälter entsorgt werden. Bei Verabreichung von Spritzen im Krankenzimmer muss ein solcher Behälter daher immer zur unmittelbaren Entsorgung der Kanüle vor Ort mitgeführt werden. Zur sicheren Entsorgung stehen Behälter unterschiedlicher Größe zur Verfügung. Grundsätzlich hat jeder, der Kanülen benutzt, diese nach Gebrauch selbst, sofort und sachgerecht zu entsorgen.

Dieser Fall des Monats soll dazu anregen, darüber nachzudenken, welche Maßnahmen vor Ort ergriffen werden, um scharfe und spitze medizinische Hilfsmittel auf Speisetabletts zu verhindern.

Unter folgenden Links finden sich den beschriebenen Fall unterstützende Informationen:

Der beschriebene Fall ist unter http://www.kh-cirs.de/faelle/index.html abrufbar.