Der Gemeinsame Bundesausschuss beschließt jährlich die dokumentationspflichtigen Leistungen sowie deren Spezifikation für die externe stationäre Qualitätssicherung des Folgejahres. Diese umfasst die Spezifikation für den QS-Filter zur Definition der dokumentationspflichtigen Leistungen sowie die Spezifikation für die QS-Dokumentation, in der die Datensätze zur Erfassung dieser Leistungen definiert sind. Die Spezifikation wird in der jeweils geltenden Fassung durch die Institution nach §137a SGB V (AQUA-Institut) auf ihrer Homepage (www.sqg.de) bekannt gemacht.

Der Beschluss ist auf den Internetseiten des G-BA veröffentlicht unter

http://www.g-ba.de/downloads/39-261-1759/2013-06-20_QSKH-RL_Spezifikation-2014.pdf

Die Änderungen gelten ab 01.01.2014.

Ergänzend beigefügt sind Erläuterungen des AQUA-Instituts zu den Spezifikationsänderungen (Anlage).

Auf Empfehlung des G-BA Unterausschusses Qualitätssicherung werden die Leistungsbereiche der Anlage 1 der QSKH-RL im Erfassungsjahr 2014 fortgeführt.

In Anlage 2 QSKH-RL werden die Leistungsbereiche Geburtshilfe und Neonatologie wieder gestrichen, da sich das in Anlage 2 geregelte Verfahren nicht für die Zusammenführung dieser beiden Leistungsbereiche eignet. Andere Lösungsmöglichkeiten zur Zusammenführung dieser Leistungsbereiche sind derzeit in Beratung.

Des Weiteren hat das Plenum ebenfalls am 20.06.2013 beschlossen, die Berichte des AQUA-Instituts zur Weiterentwicklung der drei Leistungsbereiche Herzschrittmacher (stationäres Follow-up) sowie der vier Leistungsbereiche zur Hüftendoprothesenversorgung und Knieendoprothesenversorgung – Migrationskonzept Schritt 1 abzunehmen. Die Änderungen der QSKH-RL und der Spezifikation, die im Rahmen der Weiterentwicklungen dieser Leistungsbereiche erforderlich sind, sollen erst für das Erfassungsjahr 2015 erarbeitet werden.

Die diesbezüglichen AQUA-Abschlussberichte werden auf der Internetseite des AQUA-Instituts (www.sqg.de) bekannt gemacht.

Der Beschluss ist auf den Internetseiten des G-BA veröffentlicht unter

http://www.g-ba.de/downloads/39-261-1753/2013-06-20_QSKH-RL_Abnahme-Berichte-HSM-Endo.pdf

Darüber hinaus hat das Plenum am 20.06.2013 weitere Änderungen der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL), beschlossen die ebenfalls ab 01.01.2014 gelten:

Gemäß Auflage des Bundesministeriums für Gesundheit sind die Datenfelder konkret in der Richtlinie zu nennen. Sie werden nun in einem Anhang jeweils zur Anlange 1 und Anlage 2 der QSKH-RL gesondert aufgeführt.

Aus den Neuregelungen zum Qualitätsbericht der Krankenhäuser ergab sich die Frage, inwieweit die dortige Regelung nach Standorten auch für die im Teil C des Qualitätsberichts ausgewiesenen Ergebnisse der externen stationären Qualitätssicherung relevant ist. Hierüber wurde lange und kontrovers diskutiert.

Der GKV-SV konnte sich mit seiner Forderung, den Standort „als höchste Aggregationsebene“ der ESQS in der QSKH-RL zu verankern und damit sämtliche Maßnahmen der QSKH-RL – Auswertung, Sollstatistik, Vollzähligkeitsprüfung, Datenvalidierung, Strukturierter Dialog – stets auf den Standort zu beziehen nicht durchsetzen.

Die DKG konnte deutlich machen, dass die Auswirkungen und Sinnhaftigkeit des Standortbezugs für die operative Ebene des ESQS Verfahrens konkreter Durchführungsbestimmungen bedürfen. Hierüber soll im Weiteren mit der Landesebene beraten werden.

Das Datenfeld „entlassender Standort“ wird als neues administratives Datenfeld in die Dokumentation der externen stationären Qualitätssicherung aufgenommen. Es ist nach den Vorgaben der Vereinbarung gemäß §21 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) in der jeweils geltenden Fassung auszufüllen. §4 QSKH RL „Einbezogenen Leistungen“ wird entsprechend um die Formulierung ergänzt: Die Dokumentation für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser mit einem nach Standorten differenzierten Versorgungsauftrag erfolgt ab 2014 für alle Verfahren nach Anlage 1 und 2 standortbezogen. Dies dient insbesondere einer entsprechenden Auswertung und Darstellung im strukturierten Qualitätsbericht. (…)

Sobald die Tragenden Gründe zum Beschluss, die erstmals auch eine Bürokratiekostenermittlung umfassen, und der Fließtext der Richtlinie vorliegen, werden wir hierüber gesondert per Rundschreiben informieren.