In den letzten Jahrzehnten ist die pflegerische Patientenversorgung grundlegend verändert worden. Die demographische Entwicklung sowie der medizinisch-wissenschaftliche und medizinisch-technische Fortschritt haben nicht nur zu einer zunehmenden Differenzierung und Spezialisierung der ärztlichen Behandlungsmöglichkeiten geführt, sondern auch das Gesundheits- und Krankenpflegepersonal vor neuartige und anspruchsvolle Aufgaben gestellt. Demzufolge ist unter maßgeblichem Engagement der Pflegenden, der Krankenhausträger und ihrer Verbände bundesweit ein umfassendes Netz von Weiterbildungsmöglichkeiten in den Krankenhäusern aufgebaut worden. Die Weiterbildungsempfehlungen der DKG spielen in diesem Zusammenhang seit jeher eine relevante Rolle.

Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand der DKG in seiner 264. Sitzung am 20. September 2011 die DKG-Empfehlungen zur Weiterbildung und Prüfung von Gesundheits- und Krankenpflegepersonen verabschiedet und zur Anwendung empfohlen. Die neuen DKG-Weiterbildungs- und Prüfungsempfehlungen treten zum 1. Oktober 2011 in Kraft.

Die Kernpunkte der neuen DKG-Weiterbildungs- und Prüfungsempfehlungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

- Anpassung der Rahmenbedingungen für die einzelnen Fachgebiete (einheitlicher Paragraphenteil),
- Flexibilisierung der Weiterbildungsstruktur (sowohl für die theoretische als auch für die praktische Weiterbildung),
- Flexibilisierung der Voraussetzungen für die Teilnahme an einem Weiterbildungslehrgang,  
- formale Anpassung an das Krankenpflegegesetz,  
- Überführung und Adaption der Lehrfächer und Übungsbereiche in Lernbereichskonzepte (Übergangsregelung!).