Im Rahmen der konsentierten Handlungsempfehlungen haben sich die Teilnehmer des 2. Pflegegipfels in der vorangegangenen Legislaturperiode u.a. darauf verständigt, dass insbesondere auch die Entwicklung und Erprobung sinnvoller neuer Arbeitsteilungen durch die Neuordnung von Aufgaben im Krankenhaus gestärkt werden müsse. Hierzu wurde der Beirat „Neuordnung von Aufgaben im Krankenhaus“ des Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gegründet, der eine Internetplattform schaffen sollte, anhand der modellhaften Erprobungen aus den Krankenhäusern zusammen getragen, ausgewertet und publiziert werden sollen. Die Federführung des Projekts obliegt der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Das BMG hat die finanzielle Förderung des Projekts übernommen.

In einer gemeinsamen Initiative haben am 20. April 2011 das BMG und die DKG die vorgenannte Internetplattform freigeschaltet (www.pflege-krankenhaus.de). Mit der Internetplattform werden den Krankenhäusern systematische Konzepte an die Hand gegeben, mit denen die wesentlichen der für die Bewältigung des demografischen Wandels definierten Handlungsfelder aufgegriffen werden. Im Einzelnen werden Modellprojekte zu den drei Themenfeldern „Neue Arbeitsteilung und Prozessgestaltung“, „Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf“ sowie „Lebensphasengerechtes Arbeiten“ vorgestellt.

Die Interplattform soll maßgeblich dazu beitragen, die Attraktivität des Pflegeberufs zu verbessern und Pflegekräfte nachhaltig an die Krankenhäuser bzw. den Beruf zu binden. Insofern müssen die Krankenhäuser nunmehr die Weichen für die Zukunft stellen. Da die Internetseite sowohl als Informations- als auch als Diskussionsplattform konstruiert ist, haben die Krankenhäuser durch die Plattform die Möglichkeit, den notwendigen Wandel aktiv mitzugestalten. Fragen bzw. Anregungen können direkt an die ausgewiesenen Ansprechpartner der Modellkrankenhäuser und/oder an den BMG-Beirat (pflege-krankenhaus@dkgev.de) gerichtet werden. Insofern begrüßt die DKG die kontinuierliche Weiterentwicklung der Internetplattform und hält diese für richtungsweisend.