Die von der DKG in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass von einer Übertragung von Tätigkeiten des Pflegedienstes auf andere Berufsgruppen positive Effekte auf einen effizienten Ressourceneinsatz im Krankenhaus ausgehen können, ohne dass dadurch die Qualität der Krankenhausleistungen abnimmt. Das Spektrum der übertragbaren Tätigkeiten reicht von einfacheren Tätigkeiten (z.B. Erfassen der Essenswünsche, Hol- und Bringdienste) bzw. patientennahen Hilfstätigkeiten (z.B. Hilfe bei der Körperpflege, Vor- und Nachbereiten der Utensilien zur Körperpflege) bis hin zu hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (z.B. Betten beziehen, Ordnung in Patientenzimmern). Auf die Qualifikation der Mitarbeiter, die Tätigkeiten aus dem pflegerischen Bereich übernehmen sollen, legen die Krankenhäuser besonderen Wert. Wie hoch das Entlastungspotential für die examinierten Pflegekräfte im Einzelfall ist, hängt von den krankenhausindividuellen Gegebenheiten vor Ort ab. Von zentraler Relevanz ist hierbei, dass die vielen delegierbaren Tätigkeiten zu zweckmäßigen Aufgabenfeldern kombiniert werden, damit die erforderliche Prozessoptimierung ausgelöst werden kann. Folglich ergibt sich sowohl ein Kaskadeneffekt durch die Abgabe von delegierbaren Tätigkeiten an Service- und Pflegeassistenten als auch durch die Übernahme von Aufgaben mit einem höheren Qualifikationsanspruch aus dem bisherigen ärztlichen Bereich.

Das 206-seitige Gutachten zeigt darüber hinaus, mit welchem Engagement und mit welcher Kreativität die Krankenhäuser die Notwendigkeit eines effizienten Personaleinsatzes – und die damit einhergehenden Reorganisationsprozesse – angehen.

Aus Sicht der DKG offenbaren die Studienergebnisse insgesamt, dass durch die Konzentration auf die Kernkompetenzen der Pflegekräfte einer Fehlallokation knapper Ressourcen entgegen gewirkt werden kann, die mit einer Steigerung der Mitarbeiter- und Patientenzufriedenheit einhergeht. Insofern setzen die Krankenhäuser die politische Botschaft des letzten Pflegegipfels im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vom April 2009, wonach das examinierte Pflegepersonal entlastet werden soll, aktiv um.