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07. Dezember 2009

2. Pflegegipfel am 2. April 2009: Aufruf zur Mitarbeit - Recherche wegweisender Modellprojekte im Krankenhaus

Der 2. Pflegegipfel vereinbarte im April 2009 zentrale Handlungsempfehlungen mit dem Ziel sowohl die Arbeitsbedingungen für die Pflege zu verbessern als auch die Qualität der Pflege zu fördern. Wichtige Schritte sind bereits zur Umsetzung dieser Handlungsempfehlungen gegangen worden.

Nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern weltweit droht ein Mangel an Pflegefachpersonen und gefährdet die Sicherstellung bedarfsgerechter pflegerischer Versorgung. Der demographische Wandel wird diese Entwicklung verstärken und zu einer Konkurrenz um gute Arbeitskräfte führen. Das Ziel, junge Menschen für den Pflegeberuf zu interessieren sowie die Verweildauer im Beruf zu erhöhen kann nur durch attraktive Arbeitsbedingungen erreicht werden. Um die Attraktivität zu erhöhen, ist an verschiedenen Punkten anzusetzen. Dazu gehört sowohl die Schaffung familienfreundlicher Rahmenbedingungen als auch die Entwicklung von geeigneten Arbeitsplätzen für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Der aktuell nicht nur diskutierte, sondern vielerorts bereits begonnene Neuzuschnitt von Aufgabenfeldern im Krankenhaus ist in einem ganzen Ursachenbündel begründet. Auch die Zielsetzung, das pflegerische Handlungsfeld für Berufsangehörige attraktiver zu machen, ist hier einzuordnen unter der Vorstellung, dass eine Erweiterung des Entscheidungs- und Handlungsspielraumes zu einer erhöhten Berufszufriedenheit der Pflegefachpersonen führt.

Die Mitglieder des zweiten Pflegegipfels waren sich einig, dass vielerorts bereits zielführende innovative Konzepte entwickelt und umgesetzt werden. Im Sinne des gemeinsamen Lernens sollen deshalb beispielhafte Modelle und Erfahrungen zusammengetragen, ausgewertet und veröffentlicht werden.

Mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit und unter Federführung der Deutschen Krankenhausgesellschaft wird eine Übersicht über wegweisende Ansätze zur Aufgabenneuverteilung sowie zu familien- und zu altersgerechten Arbeitskonzepten erstellt

Die wissenschaftliche Durchführung der Datenerhebung wurde gemeinsam der Katholischen Fachhochschule Mainz sowie dem Deutschen Krankenhausinstitut übertragen.

In Kürze wird allen somatischen und psychiatrischen Krankenhäusern in Deutschland ein Erhebungsbogen zugesandt. Ziel ist es, möglichst alle von deutschen Krankenhäusern eingeleiteten und durchgeführten relevanten modellhaften Projekte und Umstrukturierungen zu erfassen. Geplant ist ein zweistufiges Vorgehen. In einem ersten Schritt werden mittels des Erhebungsbogens sämtliche Krankenhäuser angeschrieben und um die Mitteilung ihrer Erfahrungen gebeten. Aus dem Pool der gemeldeten modellhaften Projekte werden im zweiten Schritt besonders erfolgreiche bzw. erfolgversprechende Beispiele vertieft untersucht.

Der Erhebungsbogen wird je Krankenhaus sowohl der ärztlichen als auch der pflegerischen Leitung zugesandt. Er kann darüber hinaus angefordert werden unter

Kontakt:
Prof. Dr. Renate Stemmer
Katholische Fachhochschule Mainz
Saarstr. 3
55122 Mainz
stemmer@kfh-mainz.de
Dr. Matthias Offermanns
Deutsches Krankenhausinstitut
Hansaallee 201
40549 Düsseldorf
matthias.offermanns@dki.de





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