Ebenso liegt auch der "Tarifvertrag zur Überleitung der Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern in den TV-Ärzte/VKA und zur Regelung des Übergangsrechts (TVÜ-Ärzte/VKA)" vor. Sowohl die Große Tarifkommission des Marburger Bundes als auch der Gruppenausschuss für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen der VKA haben dem endgültigen Tarifvertrag zugestimmt.

Im Zuge der redaktionellen Umsetzung des Eckpunktepapiers sind folgende Änderungen gegenüber der ursprünglichen Tarifeinigung vom 17.08.2006 zu beachten:

1. Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit durch Opt-out (§ 10 Abs. 5 TV-Ärzte/VKA)

Wenn in die Arbeitszeit regelmäßig und im erheblichen Umfang Bereitschaftsdienst fällt, kann mit Zustimmung des Arbeitnehmers die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit auf bis zu 60 Stunden verlängert werden. Im Eckpunktepapier vom 17.08.2006 waren noch 58 Stunden vereinbart. Durch Tarifvertrag auf Landesebene kann die wöchentliche Arbeitszeit im Opt-out sogar auf bis zu 66 Stunden erhöht werden.


2. Einmalbetrag (§ 16 TVÜ-Ärzte/VKA)

Für Ärztinnen und Ärzte der Entgeltgruppen I und II, deren Vergleichsentgelt oberhalb der höchsten Stufe ihrer Entgeltgruppe liegt, wurden Einmalzahlungen vereinbart. Die Einmalzahlungen betragen 300 Euro für Dezember 2006 und 600 Euro für Oktober 2007.


3. Definition Oberarzt

Für Oberärzte befindet sich im TVÜ-Ärzte/VKA eine Niederschriftserklärung, wonach Ärzte, die am 31.07.2006 die Bezeichnung "Oberärztin/Oberarzt" führen, die Berechtigung zur Führung ihrer bisherigen Bezeichnung nicht verlieren, auch wenn sie die Voraussetzungen für eine Eingruppierung als Oberärztin/Oberarzt gemäß § 16 TV-Ärzte/VKA nicht erfüllen. Eine Eingruppierung in die Entgeltgruppe III ist hiermit jedoch nicht verbunden.

Der Tarifvertrag tritt rückwirkend zum 01.08.2006 in Kraft.