Die DKG hat zuletzt im September 1992 ein Positionspapier zu Einsatz, Qualifikation und Personalbedarfsermittlung von Mentoren für die Ausbildung in Krankenpflegeberufen beschlossen, worin das berufspädagogische Anforderungsprofil von Mentoren beschrieben wird. Das nun vorliegenden DKG-Positionspapier löst das Positionspapier von 1992 ab und bezieht sich konkret auf die Gegebenheiten des neuen KrPflG.

Nach Maßgabe des neuen KrPflG sind Personen mit einer Erlaubnis nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 KrPflG zur Praxisanleitung geeignet, die über eine Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren sowie über eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 200 Stunden verfügen.

Im Gegensatz zur Praxisanleitung muss die Praxisbegleitung in den Einrichtungen der praktischen Ausbildung durch Lehrkräfte der Schule sichergestellt werden. Dies ist auch durch regelmäßige persönliche Anwesenheit in den Einrichtungen der praktischen Ausbildung zu gewährleisten. Aufgabe der Schulen ist es, die Schülerinnen und Schüler in den Einrichtungen der praktischen Ausbildung zu betreuen und die für die Praxisanleitung zuständigen Fachkräfte zu beraten.

 

Vor diesem Hintergrund ist es nach Auffassung der DKG zielführend, sowohl für die Praxisanleitung als auch für die Praxisbegleitung eine Empfehlung für die Krankenhäuser auszusprechen, damit möglichst bundeseinheitliche Qualitätsstrukturen geschaffen werden können.

Da die fachkundige Praxisanleitung auch für die Ausbildung von Operationstechnischen Assistentinnen und Assistenten sowie für die fachbezogenen Weiterbildungen von Gesundheits- und Krankenpflegepersonen in den jeweiligen Aus- bzw. Weiterbildungs- und Prüfungsrichtlinien explizit vorgesehen ist, ist es nach dem Dafürhalten der DKG notwendig, dass neue Positionspapier in punkto Praxisanleitung - hierbei bezogen auf die erforderliche berufspädagogische Zusatzqualifikation - auch auf diese Bereiche auszudehnen.