Dies bedeutet, dass diese Phase für alle Studierenden, die nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Neuregelung ihr Studium beendet haben, entfällt. Studierende, die vor dem 01.10.2004 ihr Studium der Humanmedizin mit bestandenem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung beendet haben, haben die achtzehnmonatige Tätigkeit als Arzt im Praktikum abzuleisten.

Die DKG hatte bereits im Vorfeld des Gesetzgebungsverfahrens thematisiert, dass die Abschaffung der AiP-Phase zu Mehrkosten im Krankenhaus führt und eine Refinanzierung dieser Mehrkosten eingefordert. Nach den politischen Konsensverhandlungen zur Gesundheitsreform ist eine Umsetzung der Refinanzierung im Rahmen des Gesetzes zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) durch Erweiterungen des § 6 Abs. 1 BPflV (Art. 14) und der §§ 4 und 10 KHEntgG (Art. 15) erfolgt.

Der Gesetzgeber hat sich gegen eine echte Stichtagsregelung (Wegfall der AiP-Phase für alle Ärzte zum 01.10.2004) entschieden, da durch eine solche Regelung durch Gesetz in bestehende Ausbildungsverträge eingegriffen worden wäre, die in aller Regel tarifvertraglich gebunden sind. Der Gesetzgeber sieht jedoch die Übergangsfälle, die noch nach dem 01.10.2004 ihre AiP-Phase zu Ende bringen müssen, durch die entsprechenden Refinanzierungstatbestände des GMG dahingehend abgesichert, dass sie den Vergütungsstatuts eines Assistenzarztes erhalten können.