Demnach kann das Studium nach der neuen Approbationsordnung zum Wintersemester 2003/2004 an den deutschen medizinischen Fakultäten begonnen werden. Mit der neuen Approbationsordnung soll vor allem die praktische Ausbildung verbessert und die Vermittlung sozialer Kompetenz des Arztes gefördert werden.

Die wesentlichsten Änderungen der neuen ÄAppO lassen sich wie folgt skizzieren:

  • Anpassung des Studiums an die veränderten Anforderungen in der medizinischen Versorgung (hierbei in erster Linie koordinierende, allgemeinmedizinische, pharmakotherapeutische und gesundheitsökonomische Fragestellungen);
     
  • Verzahnung von theoretischem und klinischem Unterricht;
     
  • fächerübergreifender und fallbezogener Unterricht;
     
  • Verbesserung des Unterrichts am Krankenbett (die Zahl der Studierenden, die an einer Patientendemonstration teilnehmen, wird von acht auf sechs herabgesetzt),
     
  • Stärkung der Allgemeinmedizin (der Anteil der Allgemeinmedizin an Studium und Prüfungen wird deutlich vergrößert, ein Blockpraktikum in Allgemeinmedizin ist obligatorisch);
     
  • Reform des Prüfungswesens (die Prüfungen werden künftig verstärkt durch die Universitäten gestaltet, die Zahl der Staatsprüfung wird auf zwei reduziert bei einer gleichzeitigen Minderung der Wertigkeit des MC-Verfahrens).

Wie auch der Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums zu entnehmen ist, soll der Arzt im Praktikum für diejenigen entfallen, die das reformierte Studium durchlaufen haben. Hierfür sind weitere gesetzliche Änderungen erforderlich. Der Wegfall des AiP würde zu nennenswerten Mehrkosten im Krankenhaus führen. Die DKG fordert vom Gesetzgeber eine Refinanzierung dieser Kosten.

Die geplante Absenkung der Studienkapazitäten muss von den Ländern über Änderungen der jeweiligen Kapazitätsverordnungen umgesetzt werden. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Ärztemangels hält die DKG eine weitere Verknappung des ärztlichen Nachwuchses weiterhin für kontraproduktiv.