Die DKG hat bei dieser Besprechung auf der Basis ihrer vorläufigen Stellungnahme insbesondere auf die Notwendigkeit eines gesetzlichen Refinanzierungstatbestandes für die entstehenden Mehrkosten hingewiesen. In dieser Haltung wurde die DKG auch von anderen Institutionen unterstützt. Das BMGS signalisierte Verständnis für die Forderungen der DKG und kündigte an, den Refinanzierungsaspekt bis zur Kabinettsvorlage im Oktober in den Entwurf des o.g. Gesetzes einzuarbeiten.

Nach den politischen Konsensverhandlungen zur Gesundheitsreform deutet sich unterdessen in dem 1. Arbeitsentwurf hierzu (Stand 11.08.2003) eine Umsetzung der Refinanzierung durch Erweiterungen des § 6 Abs. 1 BPflV und der §§ 4 und 10 KHEntgG an.

Die DKG hat sich ferner zusammen mit der Bundesärztekammer und dem Marburger Bund für eine echte Stichtagsregelung zum 01.10.2004 für alle Medizinstudentinnen und -studenten ausgesprochen. Damit soll dem Problem entgegengetreten werden, dass in der Übergangsphase die betroffenen Studenten möglicherweise ihr Examen um ein Jahr aufschieben und dass es nach dem 01.10.2004 zu einem wenig fruchtbaren Nebeneinander von "AiP′lern" und Assistenzärzten kommt.