Erwartungsgemäß sind die Vorstellungen von GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft, aber auch der weiteren Beteiligten, bisher nicht konsentiert. Der Gemeinsame Bundesausschuss wurde zudem vom Gesetzgeber Ende letzten Jahres erstmalig mit einer Auswirkungsanalyse vor seinem Beschluss beauftragt. Zuvor durchgeführte Analysen der Auswirkungen seitens der DKG mit einer gezielten Abfrage der Krankenhäuser und seitens der GKV mit Routinedaten zeigten sehr unterschiedliche Ergebnisse. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat jetzt nach einer Ausschreibung das IGES-Institut mit der Auswirkungsanalyse sowohl der GKV-Version als auch der DKG-Version der geplanten Richtlinie und der abweichenden Voten der übrigen Beteiligten beauftragt. Ein entsprechender Fragebogen für die Krankenhäuser wurde inzwischen im Gemeinsamen Bundesausschuss konsentiert, er wird in den nächsten Tagen vom IGES-Institut an die Krankenhäuser versendet werden.

Das gestufte System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern wird möglicherweise erhebliche Einschnitte in die stationäre Notfallversorgung mit sich bringen. Es ist daher im Interesse der Mitglieder des Gemeinsamen Bundesausschusses, eine möglichst weitgehende Klarheit über die Auswirkungen dieses Beschlusses, der noch in diesem Jahr erfolgen soll, zu haben. Entscheidend für eine möglichst genaue Prognose ist nun eine möglichst valide Datenbasis, um insbesondere die Frage der Flächendeckung der künftigen stationären Notfallversorgung bewerten zu können. Wir halten es daher für zielführend, eine möglichst gute Datengrundlage zu schaffen und bitten alle Krankenhäuser, sich an der Befragung zu beteiligen.

Wir bitten um Information der Ihnen angeschlossenen Krankenhäuser. Zu Ihrer Information als Mitglieder der DKG haben wir eine elektronische Version des Fragebogens als Anlage beigefügt. Bitte geben Sie diese nicht weiter an die Krankenhäuser, da diese den Fragebogen direkt vom IGES-Institut erhalten und es sonst zu Doppelungen kommen kann. Vielen Dank.