Wesentliche Eckpunkte der Tarifeinigung im Bereich der VKA sind insbesondere:

  • Lineare Tariferhöhung um 2,4 Prozent rückwirkend ab 1. März 2016 und weitere 2,35 Prozent ab 1. Februar 2017 bei einer Laufzeit von 24 Monaten bis zum 28. Februar 2018,
  • Inkrafttreten der neuen Entgeltordnung zum 1. Januar 2017,
  • Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 35 Euro ab dem 1. März 2016 und weitere 30 Euro ab dem 1. Februar 2017 sowie Erhöhung des Jahresurlaubs von 28 auf 29 Tage,
  • Einfrieren der Jahressonderzahlung für drei Jahre und zusätzliche Absenkung um 4 Prozentpunkte ab 2017,
  • Einführung einer Arbeitnehmerbeteiligung für Zusatzversorgungskassen mit anerkanntem Finanzierungsbedarf,
  • Verlängerung der bisherigen Regelung zur Altersteilzeit um zwei Jahre.

Für die Beschäftigten in der Pflege wird mit der neuen Entgeltordnung zudem die neue Entgelttabelle Pflegekräfte eingeführt, die die bisherige Kr-Anwendungstabelle ersetzt.

Hinsichtlich der neuen Entgeltordnung sind in der Krankenpflege insbesondere folgende Neuerungen bedeutsam:

  • Wegfall der Stufe 1 jeweils in den Entgeltgruppen P7 und P8 (vormals EG 7a und 8a) bei gleichzeitiger Erhöhung der Stufenlaufzeit in Stufe 2 von zwei auf drei Jahre,
  • Pflegekräfte, deren Tätigkeit sich aufgrund besonderer Schwierigkeiten erheblich aus der der Entgeltgruppe 7a heraushebt, werden in die Entgeltgruppe P8 (bisher EG 8a) eingruppiert. Hierzu zählen insbesondere Spezialbereiche, in denen eine Fachweiterbildung gemäß DKG-Empfehlung zur Weiterbildung von Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflegekräften vorgesehen ist,
  • Hebammen werden zukünftig ebenfalls in die Entgeltgruppe P8 eingruppiert,
  • Operationstechnische Assistenten (OTA) und Anästhesietechnische Assistenten (ATA) werden zukünftig ebenfalls in die Entgelttabelle Pflegekräfte eingruppiert,
  • Pflegekräfte mit abgeschlossener Fachweiterbildung und entsprechender Tätigkeit werden in die Entgeltgruppe P9 eingruppiert. Es muss sich um eine Fachweiterbildung nach § 1 der DKG-Empfehlung zur pflegerischen Weiterbildung vom 29. September 2015 in der jeweiligen Fassung handeln oder es muss die Gleichwertigkeit des Weiterbildungsstandes nach § 21 der DKG-Empfehlung nachgewiesen worden sein.

Sonderregelungen Psychiatrie

Für die Psychiatrie gibt es hinsichtlich Zulagen und der Höhergruppierung von P7 in P8 Sonderregelungen, die die durch die Entgeltordnung entstehenden Mehrkosten kompensieren sollen. So wird die Zulage gemäß § 1 Abs. 1 Ziffer 5 Unterabs. 1 des Tarifvertrages über die Gewährung von Zulagen gemäß § 33 Abs.1 Buchstabe c BAT gestrichen. Gleiches gilt für die entsprechende Regelung im Tarifgebiet Ost. Diese Zulage in Höhe von 15,34 Euro steht bisher Pflegepersonen in psychiatrischen Krankenhäusern (Heil- und Pflegeanstalten) oder psychiatrischen Kliniken, Abteilungen oder Stationen zu.

Auf Beschäftigte, die ab dem 1. Januar 2017 in die Entgeltgruppe P 8 eingruppiert sind, findet zudem Buchst. b der Zulagen nach den Protokollerklärungen Nr. 1 Abs. 1 der Abschnitte A und B der Anlage 1b zum BAT / BAT-O keine Anwendung. Diesen Beschäftigten ist damit die Zulage in Höhe von 46,02 Euro nicht mehr zu gewähren. Diese gilt bisher für Pflegepersonen, die die Grund- und Behandlungspflege zeitlich überwiegend bei Kranken in geschlossenen oder halbgeschlossenen psychiatrischen Abteilungen oder Stationen erbringen.

Darüber hinaus gibt es für Beschäftigte, die am 1. Januar 2017 aus der Entgeltgruppe P 7 Stufen 3, 4 oder 5 in die Entgeltgruppe P 8 höhergruppiert werden, abweichende Regelungen hinsichtlich der Dauer des Verbleibs in den Stufen. Weitere Ausführungen hierzu können dem Anhang 3 des Einigungspapiers entnommen werden.

Weitere Einzelheiten zum Tarifabschluss können der Pressemitteilung der VKA sowie dem Einigungspapier entnommen werden. Die Tarifeinigung steht bis zum 31. Mai 2016 unter Erklärungsfrist.

Wir bitten um Kenntnisnahme und Information der Ihnen angeschlossenen Krankenhäuser.