Grundsätzlich gilt zukünftig für Ausländer in den o.g. Berufen für die Erteilung der Approbation, dass sie auf der nachgewiesenen Grundlage eines Sprachniveaus B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) zusätzlich über Fachsprachkenntnisse im berufsspezifischen Kontext orientiert am Sprachniveau C1 verfügen müssen. Für Psychologische Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendpsychotherapeuten gilt hinsichtlich der berufsspezifischen Fachsprachenkenntnisse sogar das Sprachniveau C2.

Sofern kein anderweitiger Nachweis über die Sprachkenntnisse erbracht wird (insbesondere Erwerb der Ausbildung in den betreffenden Berufen in deutscher Sprache, Schulabschluss oder Berufsausbildungsabschluss in deutscher Sprache) ist der Nachweis über den erfolgreichen abgelegten Sprachtest zu erfolgen. Dieser darf nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Die GMK hat folgende Mindestanforderungen für den Sprachtest festgelegt:

•    Simuliertes Berufsangehöriger-Patienten-Gespräch

•    Anfertigung eines in der ärztlichen, zahnärztlichen, pharmazeutischen oder psychotherapeutischen Berufsausübung üblicherweise vorkommenden Schriftstücks (z.B. Kurz-Arztbrief)

•    Gespräch mit einem Angehörigen derselben Berufsgruppe

•    Bewertung des Sprachtests durch mindestens zwei Prüfer, von denen mindestens die Hälfte Angehörige derselben Berufsgruppe sind, der auch der Antragstellende angehört

Den Bundesländern obliegt es nun, ob der Sprachtest bei der zuständigen Behörde oder einer Heilberufekammer (z.B. Ärztekammer) abgelegt werden muss. Die Länder streben eine bundeseinheitliche Vorgehensweise an. So soll der erfolgreiche Nachweis über die erforderlichen Sprachkenntnisse auch in anderen Bundesländern anerkannt werden.