Das von der DKG in Auftrag gegebene Gutachten zeigt, dass der bestehende und sich verschärfende Ärztemangel in der Chirurgie zusätzliches und speziell qualifiziertes OP-Fachpersonal erforderlich macht. Insofern soll die Entwicklung des Berufsbildes „Nicht-ärztliche Chirurgieassistenz“ (im Sinne einer regelhaften Delegation ärztlicher Tätigkeiten) weiter vorangetrieben werden. Hinzu kommt, dass dieses Berufsbild neue Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für die herkömmlichen nichtärztlichen Berufsbilder im OP (z.B. für Pflegekräfte mit einer Fachweiterbildung im Operationsdienst und / oder OTA) schafft. Dies kann zu positiven Auswirkungen in Bezug auf die Personalgewinnung sowie auf die Personalbindung für die Krankenhäuser führen.

Demgegenüber ist die Frage nach dem Aufgabenbereich von nichtärztlichem Personal in der Anästhesie in Deutschland momentan noch stark umstritten. Die Diskussion macht sich vor allem an den sogenannten „Parallelnarkosen“ fest. Erste Ansätze der nichtärztlichen Anästhesieassistenz wurden in Deutschland nicht weiter verfolgt. Insofern wird in dem Gutachten der Fokus auf Berufsbilder im Bereich der Anästhesie aus den USA, Großbritannien sowie der Schweiz und ihre eventuelle Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse gerichtet.