Der DRG-Katalog wurde vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) fortgeschrieben. Verhandlungsgegenstand auf Spitzenverbandsebene war vor allem die Vergütung bei der Behandlung mit Blutgerinnungsfaktoren – ein extrem konfliktäres Thema auf Orts- und Landesebene. Hier konnte erstmals eine bundesweite Lösung getroffen werden, wobei künftig zwischen zwei Zusatzentgelten, das heißt für Leistungen, die neben den DRG-Fallpauschalen abgerechnet werden können, unterschieden wird: Behandlung von Blutgerinnungsstörungen bei Blutern einerseits und Gabe von Gerinnungsfaktoren andererseits. Für die Gabe von Gerinnungsfaktoren ist ein Schwellenwert vorgesehen.
Die Abrechnungsbestimmungen entsprechen im Wesentlichen denen des Vorjahres. Die Verhandlungen konzentrierten sich primär auf das Thema „Fallzusammenführung aufgrund von Komplikationen“. Aufgrund zweier Urteile des Bundessozialgerichtes vom 12.07.2012 sah hier die DKG Handlungsbedarf. Da die Urteilsbegründungen des BSG noch nicht vorlagen, verständigten sich die Selbstverwaltungspartner darauf, Gespräche über eine Neuregelung der Fallzusammenführung aufzunehmen.
Die Vereinbarung einschließlich der Entgeltkataloge sowie der ergänzenden Klarstellungen zu den Abrechnungsbestimmungen sind auf der Homepage des InEK (http://www.g-drg.de) abrufbar.
Pressekontakt:
Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG):
Moritz Quiske; Telefon: 030 398011021, pressestelle@dkgev.de
GKV-Spitzenverband (GKV-SV):
Florian Lanz; Telefon: 030 206288-4200, presse@gkv-spitzenverband.de
Verband der privaten Krankenversicherung (PKV):
Stefan Reker; Telefon: 030 20458944, presse@pkv.de
Pressemitteilungen
29. Oktober 2012 Gemeinsame PressemitteilungKrankenhaus-Fallpauschalenkatalog für das Jahr 2013 vereinbart
Der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich auf das Fallpauschalensystem für Krankenhäuser für das Jahr 2013 verständigt.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder - 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände - in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.045 Krankenhäuser versorgen jährlich 18,3 Millionen stationäre Patienten und 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,1 Millionen Mitarbeitern. Bei 83,4 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.
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