Der 35. Deutsche Krankenhaustag steht im Zeichen des Strukturwandels der Klinikbranche. Er beleuchtet in zahlreichen gesundheitspolitischen und praxisorientierten Vorträgen die aktuellen strukturellen und finanziellen Herausforderungen der Branche und zeigt innovative Lösungswege für die stationäre Versorgung der Zukunft auf. Aktuelle Fragen zur Personalpolitik, Klinikfinanzierung, Pflege, Krankenhausbau, IT-Einsatz, Ernährungs-management, Controlling oder zum Themenbereich der grenzüberschreitenden Versorgung in Europa werden an den vier Kongresstagen aufgeworfen.

In diesem Jahr stehen am Eröffnungstag die Auswirkungen der aktuellen Gesetzgebung im Mittelpunkt des Interesses. Unter der Überschrift „Die Gesundheitspolitik der christlich-liberalen Koalition – eine Zwischenbilanz“ wird Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr die gesundheitspolitischen Reformkonzepte der Koalitionsregierung erörtern und anschließend mit Spitzenvertretern der Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK) kritisch diskutieren. Neben Dr. Josef Düllings, Kongresspräsident sowie Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) und Alfred Dänzer, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) werden Prof. Dr. Hans-Fred Weiser, Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte (VLK) sowie Irene Maier, Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Essen, an der Podiumsdiskussion teilnehmen.

Im Anschluss findet eine Schwerpunktveranstaltung der DKG zum Thema „Das G-DRG-System 2013“ statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die Experten über die methodischen und klassifikatorischen Anpassungen für das G-DRG-System im kommenden Jahr ausführlich informieren.

Im besonderen Fokus der Beiträge und Diskussionen stehen während des Krankenhaustages auch neueste Trends im Personalmanagement. Personalgewinnung und -sicherung ist für die Kliniken mit ihren 1,1 Millionen Beschäftigten zu einem der wichtigsten Themen geworden. Denn der Wettbewerb um Personal wird  zunehmend härter. Zentrales Problem ist auch der Mangel an Ärzten, der viele Kliniken vor Rekrutierungsprobleme stellt. Knapp drei Viertel aller Krankenhäuser haben laut Krankenhaus-Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) Probleme freie Arztstellen zu besetzen. Im Rahmen des ECCLESIA-Forums werden die Experten neueste Entwicklungen und Strategien der Personalentwicklung im Krankenhaus vorstellen.

Auch das Pflegeforum am zweiten Kongresstag untermauert mit Schwerpunktthemen wie „Pflegeexamen und nun?“ oder „Pflege neu definieren – warum die Qualifizierung sich ändern muss damit die Praxis besser wird“ die zunehmende Relevanz der Personalentwicklung. Ebenfalls am zweiten Veranstaltungstag findet eine Vortragsveranstaltung der Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen im BDA (AKG) statt. Mit der IT-Schwerpunktveranstaltung „Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz“ stehen darüber hinaus innovative Themen aus dem Bereich der Krankenhaus-Telematik auf dem Tagungsprogramm.

Mit der Vortragsveranstaltung „Diättherapie und Ernährungsberatung als unverzichtbare Bausteine einer optimalen Patientenversorgung“ des Verbandes der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e.V. (VDD) und der Fortbildungsveranstaltung des Deutschen Verbandes Technischer Assistenten/Assistenten in der Medizin (dvta) zum Themenbereich „Point-of-Care Diagnostic (POCD)“ gibt es am dritten Veranstaltungstag zudem zwei neue Veranstaltungsblöcke. Eine Fachtagung zu „Zielvereinbarungen in Chefarzt-Verträgen“ beschließt das Kongressprogramm am vierten und letzten Veranstaltungstag.


Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.