"Mit 2,67 Milliarden Euro erreichen die von den Bundesländern den Krankenhäusern zur Verfügung gestellten Investitionsmittel einen neuen absoluten Tiefstand. Das ist ein hochgradig unrühmliches Ergebnis. 200 Millionen Euro weniger als im Vorjahr, 20 Prozent weniger innerhalb der letzten 10 Jahre. Die Krankenhäuser müssen in moderne Ausstattung und Sicherheit viel Geld investieren. Das Gesetz weist die Finanzierung der Investitionen ausdrücklich den Ländern zu. Für die Patientenbehandlungen bekommen die Krankenhäuser Mittel von den Krankenkassen. Schon in der letzten Legislaturperiode hatte ein vom Bundesgesundheitsministerium beauftragtes Gutachten mindestens das Doppelte und damit 6 Milliarden Euro als jährlichen Investitionsbedarf der Krankenhäuser ermittelt. Angesichts von über 70 Milliarden Euro Gesamtvolumen der Krankenhäuser ist die Investitionsmittelbereitstellungsquote der Länder von ca. 4 Prozent absolut unzureichend. Für die deutsche Gesamtwirtschaft liegt die für Fortschritt, Wachstum und Beschäftigung notwendige Investitionsquote bei 17 Prozent.

Für die Krankenhäuser stellt sich die Lage als zunehmend katastrophales Dilemma dar. Sie befinden sich im Zangengriff von Kürzungen bei den Vergütungen durch den Bundesgesetzgeber und den Kürzungen der Investitionsmittel durch die Länder. Die vielen Meldungen und Berichte über Belastungen der Krankenhäuser spiegeln die Auswirkungen dieser Effekte wider. Von den Krankenhäusern werden Modernität und maximale Sicherheit erwartet. Eine wirksame Prävention vor Infektionen erfordert auch Investitionen in die Krankenhausbauten und die Ausstattungen der Kliniken. Dafür werden ebenso dringend ausreichende Mittel benötigt wie für die mit dem Infektionsschutzgesetz gestiegenen Verpflichtungen zur höheren Personalausstattung im Hygienebereich. Die DKG appelliert an die Länder, ihren Verpflichtungen gerecht zu werden und an den Bundesgesetzgeber, sicherzustellen, dass ausreichende Mittel zur Personalfinanzierung zur Verfügung stehen."