„Die Zahlangaben der Krankenkassen sind unseriös. Fakt ist, dass die Preise für Krankenhausleistungen im laufenden Jahr um durchschnittlich gerade einmal 1 Prozent steigen dürfen. Die Entwicklung der Fallzahlen in 2012 ist noch völlig offen, zumal die Kassen bislang noch keine Budgetabschlüsse mit den Krankenhäusern getroffen haben.

Wenn die Kassen die von der Koalition angekündigten Finanzhilfen für die Krankenhäuser jetzt infrage stellen, ist das ein Schlag ins Gesicht der 1,1 Millionen Krankenhausbeschäftigten. Niemand macht den über 130.000 Beschäftigten der Krankenkassen ihren Anspruch auf eine angemessene Teilhabe an der allgemeinen Lohnentwicklung strittig. Das Gleiche muss für die Beschäftigten der Krankenhäuser gelten. Dass ausgerechnet die maßgeblich auch von den Gewerkschaften mitgetragenen Selbstverwaltungseinrichtungen „Krankenkassen“ eine Refinanzierung der Tarifsteigerungen unmöglich machen wollen, stößt bei den Krankenhäusern auf großes Unverständnis.

In diesem Zusammenhang ist auch auf die steigenden Verwaltungskosten der Krankenkassen hinzuweisen: Seit dem Jahr 2000 sind die Verwaltungskosten der Krankenkassen von 7,3 Milliarden Euro auf über 9,3 Milliarden Euro und damit um mehr als 2 Milliarden Euro gestiegen! Das ist ein Anstieg der Bürokratielasten um mehr als 25 Prozent. Gemessen daran bringt der Anstieg der medizinischen Leistungen unserer Krankenhäuser den Menschen wirkliche Vorteile.“