„Der Bundesrat drängt zu Recht darauf, dass den Kliniken finanziell geholfen werden muss. Denn ohne zusätzliche Mittel können die Krankenhäuser die erheblichen Kosten für die gestiegenen Löhne und Gehälter nicht mehr bewältigen. Tarifabschlüsse in Höhe von 3 Prozent und mehr werden den Krankenhäusern nicht einmal zur Hälfte durch die Krankenkassen refinanziert.

Erschwerend kommt für die Kliniken hinzu, dass sie im Zweijahreszeitraum 2011/2012 eine Milliarde Euro weniger zur Verfügung haben. Finanzielle Mittel die zur Erhöhung der Milliardenüberschüsse der Krankenkassen und des Gesundheitsfonds beitragen. Für die Krankenhäuser öffnet sich die Kostenschere immer weiter. Bis zu 20.000 Arbeitsplätze geraten durch die Unterfinanzierung der Krankenhäuser unter Druck und die ohnehin schon hohe Arbeitsbelastung für Ärzte und Pflegekräfte nimmt weiter zu. Die Regierungskoalition sollte bedenken, dass allein der nicht erwartete Zuwachsüberschuss der Krankenkassen im letzten Quartal in Höhe von ca. eine Milliarde Euro ausreichen würde, die Finanzierungsprobleme der Krankenhäuser für die 1,1 Millionen Mitarbeiter zu mildern.“