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DKG zu den Milliardenüberschüssen der Krankenkassen
Zorn in den Krankenhäusern: Warum den Kliniken dann wieder eine halbe Milliarde nehmen?
Georg Baum
Die Probleme der Krankenhäuser können auch nicht mit Hinweis auf die Ausgabensteigerungen der Krankenkassen für Krankenhausleistungen abgetan werden. Dahinter stehen medizinische Leistungssteigerungen, die die Kliniken für den steigenden medizinischen Versorgungsbedarf der Bevölkerung erbringen müssen. Absolut aus der Luft gegriffen und unredlich ist die Behauptung der Krankenkassen, die Krankenhäuser würden auch in 2012 hohe Ausgabensteigerungen für medizinische Leistungen bei den Krankenkassen auslösen. Hier ist daran zu erinnern, dass die Krankenkassen im Jahr 2009 ein Milliardendefizit in Höhe von 10 Milliarden behauptet hatten, das zwischenzeitlich als politisches Instrument zur Beförderung von Kostendämpfungsmaßnahmen enttarnt ist.
Die gesetzliche Kürzungsvorgabe für das Jahr 2012 begrenzt die Refinanzierungsquote für Lohnerhöhungen auf 1,48 Prozent. Dies zwingt die Kliniken bei den laufenden und den noch anstehenden Tarifverhandlungen in eine Konfrontation mit den Gewerkschaften. Die 1,1 Millionen Beschäftigten in den Krankenhäusern haben deshalb für die Fortsetzung von Kürzungen zur Mehrung der hohen Überschüsse kein Verständnis.“
Dateien
2011-12-06_PM-DKG-zu-GKV-Finanzentwicklung-1.-3.Quartal-2011 (doc, 34 KB)
2011-12-06_PM-DKG-zu-GKV-Finanzentwicklung-1.-3.Quartal-2011 (pdf, 17 KB)Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder - 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände - in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.064 Krankenhäuser versorgen jährlich 18 Millionen stationäre Patienten und 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,1 Millionen Mitarbeitern. Bei 70 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.
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