Die Auftaktveranstaltung am Vormittag steht thematisch ganz im Zeichen der aktuellen europäischen Gesundheits- und Krankenhauspolitik: Der Gesundheitsminister des Großherzogtums Luxemburg, Mars Di Bartolomeo, wird neueste gesundheitspolitische Entwicklungen auf EU-Ebene erörtern und anschließend mit den Präsidenten der drei einladenden Organisationen, Georg Baum (HOPE), Heinz Kölking (EAHM) und Dr. João de Deus (AEMH) kritisch diskutieren. „Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung europäischer Gesundheitspolitik für Kliniken und Ärzte, freuen wir uns, ein eigenes Diskussionsforum mit hochrangigen Experten ins Leben zu rufen. Der Deutsche Krankenhaustag bildet hierfür den optimalen Rahmen“, betonte Georg Baum, Präsident von HOPE und Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Insbesondere die Patientenrechte-Richtlinie der EU steht auf der Agenda des weiteren Veranstaltungsplans am Nachmittag. Patienten soll ein grenzüberschreitender Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen samt freier Arztwahl in der gesamten EU ermöglicht werden. Voraussetzung hierfür ist ein umfangreiches Informationsangebot zu Preisen und Behandlungsqualität aller Leistungserbringer an die Patienten. „Viele Mitgliedsstaaten und Berufsgruppen erheben solche Informationen zurzeit noch nicht systematisch und werden daher große Anstrengungen unternehmen müssen, um dieser Anforderung aus der Richtlinie gerecht zu werden. Zugleich werden Leistungstransparenz und grenzüberschreitende Wahlfreiheit der Patienten den Qualitätswettbewerb zwischen den Krankenhäusern und zwischen Ärzten europaweit beflügeln“, erklärte Baum.

Weitere Regelungen der Richtlinie betreffen Vorgaben zur Mitwirkung an Europäischen Referenznetzwerken sowie Bedingungen für die Zusammenarbeit bei elektronischen Gesundheitsdiensten. „Insgesamt müssen wir bei der Umsetzung der Richtlinie darauf achten, dass der Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum erwarteten Nutzen für den Patienten bleibt. Die Diskussion auf der First Joint European Hospital Conference wird hierzu die Reformbeiträge hinterfragen und innovative Lösungsansätze für die künftige stationäre Versorgung in Europa aufzeigen“, so Baum abschließend.

Weitere Informationen sind dem beigefügten Programm des 34. Deutschen Krankenhaustages zu entnehmen.


Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.