„Mit 1,98 Prozent liegt die Veränderungsrate weit unter der Preissteigerungsrate in Höhe von 2,4 Prozent und erweist sich endgültig als untaugliches Instrument der Vergütungssteuerung. Für die Krankenhäuser kommt erschwerend hinzu, dass das GKV-Finanzierungsgesetz eine Absenkung der Rate von 0,5 in 2012 vorsieht und dass die so abgesenkte Rate in den Verhandlungen mit den Krankenkassen noch einmal um die Morbiditätsentwicklung abgesenkt wird. Im laufenden Jahr ist durch diese gesetzlichen Kürzungsvorgaben aus der Veränderungsrate in Höhe von 1,15 Prozent eine Preisanpassung von lediglich 0,3 Prozent herausgekommen. Für 2012 ist zum wiederholten Male mit einer Rate von unter einem Prozent zu rechnen. Angesichts der zu erwartenden Personal- und Sachkostensteigerungen laufen die Krankenhäuser in eine nahezu ausweglose Kostenfalle. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft appelliert erneut an die Politik, die für 2012 vorgesehen Kürzungen in Höhe von 600 Millionen Euro zu Lasten der Krankenhäuser nicht zu vollziehen. Wie bereits bei Ärzten und Zahnärzten ist auch im Krankenhausbereich von der Grundlohnrate abzugehen und der bereits 2009 angekündigte Kostenorientierungswert verbindlich einzuführen.“