Für die Krankenhäuser hat das Gesetz Potenzial: Die Versorgung kann verbessert werden, Barrieren zwischen den Sektoren in der spezialärztlichen Versorgung sollen abgebaut werden. Dennoch haben einige Regelungen noch Korrekturbedarf. So sollte u. a. das Vorhaben der Bundesregierung bei der Schaffung des Bereichs ambulante spezialärztliche Versorgung Investitionskostenabschläge auf ambulante Krankenhausleistungen einzuführen, ebenso überdacht werden, wie die Detailausgestaltung zur Kooperation zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten zur spezialärztlichen ambulanten Versorgung im Bereich Onkologie.

In der traditionell gesundheitspolitisch ausgerichteten Auftaktveranstaltung des 34. Krankenhaustages wird das Versorgungsstrukturgesetz kritisch diskutiert: Jens Spahn, Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU Fraktion, wird für das Versorgungsstrukturgesetz der Regierungskoalition werben. Malu Dreyer, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie der Landesregierung Rheinland-Pfalz und ein weiterer Vertreter einer Landesregierung werden den Gesetzentwurf aus landespolitischer Sicht beurteilen. Aus Sicht der Krankenhäuser und stellvertretend für die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK) wird Heinz Kölking, Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) das Gesetz beleuchten. In der anschließenden Podiumsdiskussion wird Dr. Rudolf Kösters, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) mit den politischen Vertretern kritisch diskutieren. Die Auftaktveranstaltung wird von Andreas Mihm (Frankfurter Allgemeine Zeitung) moderiert.

Mit der DKG-Veranstaltung „Das G-DRG-System 2012“ zum Entgeltsystem im Krankenhaus startet ein vielfältiges und anspruchvolles Informations- und Fachprogramm für Berufsgruppen und Partner im Gesundheitswesen: Das „Pflegeforum“ präsentiert u. a. als Ergebnisse des vom Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen des 2. Pflegegipfels eingesetzten Beirates wegweisende Modelle zur Weiterentwicklung der Pflege im Krankenhaus. Auch politisch aktuell ist die Veranstaltung „Versorgungsoption MVZ: Gegenwart und Zukunft“.

Weitere Vortragsveranstaltungen finden zu den Bereichen Architektur „Konventionelles Bauen versus Modulbau“, Hygiene „Das geänderte Infektionsschutzgesetz – Chancen und Grenzen“, IT „Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz“, Technik „Technik als Risikovorsorge“ und Controlling „Update Controlling 2011“ statt.

Der „Tag der Ärzte“ wird u. a. die Neuausrichtung der fachärztlichen Versorgung diskutieren und sich mit Struktur-/Entwicklungstrends im Krankenhausbereich und deren Auswirkungen auf die ärztliche Versorgung auseinandersetzen. Auch der Blick über die Deutsche Gesundheitspolitik hinaus wird gewagt. Die 1. Joint European Hospital Conference findet im Rahmen des Deutschen Krankenhaustages statt und gibt einen Überblick über die aktuellen europäischen Themen in der Gesundheitspolitik. Darüber hinaus befasst sie sich mit den konkreten Auswirkungen der Europäischen Patientenrichtlinie auf die Krankenhäuser in den verschiednen EU-Mitgliedsländern.

Die GDK erwartet zu den 17 Vortragsveranstaltungen des 34. Deutschen Krankenhaustages rund 1.800 Kongressbesucher.


Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.