Im Mittelpunkt des diesjährigen Krankenhaustages stehen die strukturellen und finanziellen Herausforderungen für die Krankenhausversorgung vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Reform der GKV-Finanzierung. Mit einem Jahresumsatz von über 64 Milliarden Euro und über 1,1 Millionen Beschäftigten sind die 2.080 Kliniken in Deutschland ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und einer der leistungsstärksten Jobmotoren im Gesundheitswesen. Sie stärken und stabilisieren die Binnenkonjunktur in weit überdurchschnittlichem Maße.

Vor dem Hintergrund des durchgreifenden Strukturwandels im deutschen Gesundheitswesen wird der 33. Deutsche Krankenhaustag die aktuellen ordnungspolitischen Reformbeiträge von Politik und Wissenschaft kritisch hinterfragen und innovative Lösungsansätze für die stationäre Versorgung der Zukunft aufzeigen. Darüber hinaus steht die Fortentwicklung des deutschen Fallpauschalensystems im Krankenhaus (DRG) im Fokus der Beiträge und Diskussionen.

Der Eröffnungstag steht thematisch ganz im Zeichen der geplanten Finanzierungsform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Erwartungen der Krankenhäuser an das neue Reformprojekt. Hierzu wird Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler die gesundheitspolitischen Reformkonzepte der Koalitionsregierung erörtern und anschließend mit Spitzenvertretern der gemeinsamen Selbstverwaltung kritisch diskutieren. Neben Prof. Dr. Hans Fred Weiser, Präsident des 33. Deutschen Krankenhaustages sowie Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte (VLK) und Dr. Rudolf Kösters, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) werden Heinz Kölking, Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) und Irene Maier, Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Essen, an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Die Auftaktveranstaltung wird von Andreas Mihm (Frankfurter Allgemeine Zeitung) moderiert.

Im Anschluss daran findet eine Schwerpunktveranstaltung der DKG zum Thema „Das G-DRG-System 2011“ statt. Im Rahmen dieser Fachveranstaltung werden die Experten über die methodischen und klassifikatorischen Anpassungen für das G-DRG-System 2011 ausführlich informieren.

Diese beiden Veranstaltungen bilden den Auftakt zu zahlreichen gesundheitspolitischen und praxisorientierten Vorträgen. Die Veranstalterin, die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK), erwartet an den vier Kongresstagen über 1.800 Besucher aus Klinik und Gesundheitspolitik.

Der zweite Kongresstag beginnt mit dem Pflegeforum, das sich mit dem Thema „Personalmanagement – der wesentliche Erfolgsfaktor im Krankenhaus“, mit der Zusammenarbeit der Berufe im Gesundheitswesen sowie mit der Reform der Ausbildung befasst.

Ebenfalls am zweiten Veranstaltungstag findet eine Vortragsveranstaltung der Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen im BDA (AKG) statt, die das Thema „Green Hospitals“ kritisch beleuchtet. Darüber hinaus stehen mit dem ECCLESIA-Forum „Sektorenübergreifende Qualitätssicherung in der Praxis“ und der IT-Schwerpunktveranstaltung „Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz“ weitere innovative Themen aus dem Bereich der Personalwirtschaft sowie der Krankenhaus-Telematik auf dem Tagungsprogramm.

Eine Vortragsveranstaltung der Fachvereinigung Krankenhaustechnik (FKT) zum Thema „Quo vadis technicus?“ sowie das Finanzierungs-Forum zum Thema Investitionsfinanzierung runden den zweiten Kongresstag ab. Der Tag der Ärzte beschäftigt sich am dritten Veranstaltungstag schwerpunktmäßig mit den Kompetenzen und der Aufgabenverteilung in der Krankenhausleitung. Eine Vortagsveranstaltung des Deutschen Vereins für Krankenhaus-Controlling (DVKC) zum Thema „Update Controlling“ rundet diesen Kongresstag ab. Eine Fachtagung zu „Medizinischen Versorgungszentren am Krankenhaus“ beschließt das Kongressprogramm am vierten und letzten Veranstaltungstag.

Ziel des Krankenhaustages ist es, allen relevanten Berufsgruppen im Krankenhaus – Ärzten, Krankenhausdirektoren, Controllern, Technikern, Krankenhausträgern und Pflegepersonal – sowie den Partnern im Gesundheitswesen die Gelegenheit zur Diskussion und Meinungsfindung zu geben.

Das ausführliche Kongress-Programm des 33. Deutschen Krankenhaustages steht unter www.deutscher-krankenhaustag.de als PDF-Datei zum Herunterladen bereit.