Das Projekt soll den teilnehmenden Krankenhäusern und Krankenhausabteilungen zunächst ermöglichen, ihre Leistungsdokumentationen mit dem Durchschnitt der anderen Einrichtungen zu vergleichen. Damit können hausinterne Probleme bei der Durchführung der Dokumentation im Rahmen des neuen Vergütungssystems sichtbar gemacht werden. Somit wird den teilnehmenden Einrichtungen auch die neue Entgeltsystematik näher gebracht. Ferner wird die Möglichkeit geschaffen, unterschiedliche Leistungsstrukturen bei ähnlichen Fallgruppen zu erkennen und auf deren medizinische und wirtschaftliche Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Letztlich kann dies dabei helfen, den Ressourceneinsatz weiter zu optimieren.
Dies wird mit Auswertungen der Routinedaten erreicht, insbesondere der fallbezogenen Informationen im Datensatz nach § 21 KHEntgG, die zukünftig auch in der Psychiatrie und Psychosomatik vergütungsrelevant sein werden. Alle Auswertungen erfolgen mit einer von IMC IGES entwickelten Software, die den Krankenhäusern bereit gestellt wird. Auf der Basis quartalsweise übermittelter Daten erhalten die Einrichtungen Standardberichte und können auch eigene Analysen erstellen.

Organisiert wird das Vorhaben von der Deutsche Krankenhaus TrustCenter und Informationsverarbeitung GmbH (DKTIG), der gemeinsamen Gesellschaft der DKG und Landeskrankenhausgesellschaften. Für das Projekt wurden ein Koordinierungsgremium mit Mitgliedern aller Projektteilnehmer sowie ein Fachbeirat eingerichtet, der kontinuierlich auf aktuelle Fragen eingeht und das Konzept gegebenenfalls anpasst.
„Das Benchmarking-Projekt ist bundesweit angelegt. Dadurch wird eine umfassende Datengrundlage sichergestellt. Die Krankenhausgesellschaften können Ihre Argumentation in der Systementwicklung auf diese Basis stützen. Das teilnehmende Krankenhaus kann sich mit anderen vergleichen und sein Leistungsgeschehen optimieren“, sagt Günter Möcks, Geschäftsführer der DKTIG.

„Ein derart großes, deutschlandweites Projekt unter dem Dach der Krankenhausgesellschaften hilft auch, die Interessen der stationären psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen bei der Einführung eines pauschalierenden Entgeltsystems zu stärken. Damit können die spezifischen Bedürfnisse der nicht-somatischen Medizin und ihrer Patienten besser berücksichtigt werden“, betont der IMC IGES Geschäftsführer, Professor Bertram Häussler. Weltweit ist bisher noch kein vollständig pauschalierendes Vergütungssystem für die Psychiatrie im Einsatz.
Download der Pressemitteilung unter: www.imc.iges.de und www.dktig.de


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Über IMC IGES:
IMC IGES ist seit fast zehn Jahren als Benchmarkinstitut im Bereich der Fallpauschalen (DRG) und Organisation im deutschen Krankenhauswesen aktiv. Auf Basis ausgereifter Software bietet es klinische und wirtschaftliche Analysen und berät bei der Optimierung des medizinischen Leistungsgeschehens in Krankenhäusern. Im Mittelpunkt der Beratung steht vor allem die Verbindung zwischen Wirtschaftlichkeit und Qualität. In die Analysen bringt die IMC IGES-Muttergesellschaft, das IGES Institut, als großes, unabhängiges wissenschaftliches Institut im Gesundheitswesen seine breitgefächerte Kompetenz mit ein.

Über die DKTIG:
Die DKTIG wurde 1996 als TrustCenter der deutschen Krankenhäuser gegründet. Seitdem dient sie der Sicherung der Datenübermittlung zwischen den Krankenkassen und Krankenhäusern gemäß § 301 SGB V. Im Rahmen der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte stellt die DKTIG Security Module Cards B für die Testregionen bereit. Weiterhin werden seit 2008 Clientzertifikate zur Verifikation von Patientendaten aus dem europäischen Ausland im Rahmen des Netc@ards-Projektes erstellt.

Zur Dokumentation und Information der deutschen Krankenhäuser entwickelte die DKTIG das Deutsche Krankenhaus Verzeichnis und das Internet Portal Qualitätsbericht. Auch die Ersteinführung des DRG-Systems hat die DKTIG für die DKG, die Landeskrankenhausgesellschaften und ihre Mitgliedskrankenhäuser begleitet.