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33. Deutscher Krankenhaustag im November 2010 auf der MEDICA
Bundesgesundheitsminister Rösler eröffnet Krankenhaustag - Kliniken wehren sich gegen Kürzungspolitik
"Sicherstellung der Versorgung - Beitrag der Krankenhäuser" - so lautet das Generalthema des 33. Deutschen Krankenhaustages, der vom 17. bis 20. November 2010 im Rahmen der weltweit größten Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf stattfindet.
Im Fokus des diesjährigen Krankenhaustages stehen die strukturellen und finanziellen Herausforderungen für die Krankenhausversorgung vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Reform der GKV-Finanzierung. Mit einem Jahresumsatz von über 64 Milliarden Euro und über 1,1 Millionen Beschäftigten sind die 2.080 Kliniken in Deutschland ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und einer der leistungsstärksten Jobmotoren im Gesundheitswesen. Sie stärken und stabilisieren die Binnenkonjunktur in weit überdurchschnittlichem Maße.Gleichzeitig benötigen die Kliniken ein hohes Maß an finanzieller Planbarkeit und ordnungspolitischer Berechenbarkeit, um ihre Patienten auch weiterhin auf internationalem Spitzenniveau versorgen zu können. Dazu gehört auch eine nachhaltige Entbürokratisierung der stationären Versorgung. In den Kliniken entstehen jährlich unnötige Bürokratiekosten in Höhe von ca. 1,3 Milliarden Euro. Krankenhausärzte verbringen mittlerweile durchschnittlich drei Stunden ihrer täglichen Arbeitszeit allein mit Dokumentationstätigkeiten. Diese Bürokratie muss zurückgefahren werden, damit sich Ärzte und Pflegekräfte wieder ganz auf die Behandlung der Patienten konzentrieren können.
Vor dem Hintergrund des andauernden Strukturwandels im deutschen Gesundheitswesen wird der 33. Deutsche Krankenhaustag die aktuellen ordnungspolitischen Reformbeiträge von Politik und Wissenschaft kritisch hinterfragen und innovative Lösungsansätze für die stationäre Versorgung der Zukunft aufzeigen. Darüber hinaus steht die Fortentwicklung des deutschen Fallpauschalensystems im Krankenhaus (DRG) im Fokus der Beiträge und Diskussionen.
Der Eröffnungstag steht thematisch ganz im Zeichen der geplanten Finanzierungsform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Erwartungen der Krankenhäuser an das neue Reformprojekt. Hierzu wird Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler die gesundheitspolitischen Reformkonzepte der Koalitionsregierung erörtern und anschließend mit Spitzenvertretern der gemeinsamen Selbstverwaltung kritisch diskutieren. Neben Prof. Dr. Hans Fred Weiser, Präsident des 33. Deutschen Krankenhaustages sowie Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte (VLK) und Dr. Rudolf Kösters, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) werden Heinz Kölking, Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) und Irene Maier, Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Essen, an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Die Auftaktveranstaltung wird von Andreas Mihm (Frankfurter Allgemeine Zeitung) moderiert.
Im Anschluss daran findet eine Schwerpunktveranstaltung der DKG zum Thema „Das G-DRG-System 2011“ statt. Im Rahmen dieser Fachveranstaltung werden die Experten über die methodischen und klassifikatorischen Anpassungen für das G-DRG-System 2011 ausführlich informieren.
Diese beiden Veranstaltungen bilden den Auftakt zu zahlreichen gesundheitspolitischen und praxisorientierten Vorträgen. Die Veranstalterin, die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK), erwartet an den vier Kongresstagen über 1.800 Besucher aus Klinik und Gesundheitspolitik.
Der zweite Kongresstag beginnt mit dem Pflegeforum, das sich mit dem Thema „Personalmanagement – der wesentliche Erfolgsfaktor im Krankenhaus“, mit der Zusammenarbeit der Berufe im Gesundheitswesen sowie mit der Reform der Ausbildung befasst.
Ebenfalls am zweiten Veranstaltungstag findet eine Vortragsveranstaltung der Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen im BDA (AKG) statt, die das Thema „Green Hospitals“ kritisch beleuchtet. Darüber hinaus stehen mit dem ECCLESIA-Forum „Sektorenübergreifende Qualitätssicherung in der Praxis“ und der IT-Schwerpunktveranstaltung „Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz“ weitere innovative Themen aus dem Bereich der Personalwirtschaft sowie der Krankenhaus-Telematik auf dem Tagungsprogramm.
Eine Vortragsveranstaltung der Fachvereinigung Krankenhaustechnik (FKT) zum Thema „Quo vadis technicus?“ sowie das Finanzierungs-Forum zum Thema Investitionsfinanzierung runden den zweiten Kongresstag ab. Der Tag der Ärzte beschäftigt sich am dritten Veranstaltungstag schwerpunktmäßig mit den Kompetenzen und der Aufgabenverteilung in der Krankenhausleitung. Eine Vortagsveranstaltung des Deutschen Vereins für Krankenhaus-Controlling (DVKC) zum Thema „Update Controlling“ rundet diesen Kongresstag ab. Eine Fachtagung zu „Medizinischen Versorgungszentren am Krankenhaus“ beschließt das Kongressprogramm am vierten und letzten Veranstaltungstag.
Der 33. Deutsche Krankenhaustag führt die verschiedenen im Krankenhaus tätigen Berufsgruppen zusammen. Das Kongressprogramm bietet umfassende Gelegenheit zur Diskussion zwischen den Partnern im Gesundheitswesen und den Beschäftigten im Krankenhaus.
Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.
Kontakt:
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Pressestelle
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2010-08-27_PM-Ankuendigung-Krankenhaustag2010 (doc, 39 KB)
2010-08-27_PM-Ankuendigung-Krankenhaustag2010 (pdf, 21 KB)Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder - 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände - in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.064 Krankenhäuser versorgen jährlich 18,0 Millionen stationäre Patienten und 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,1 Millionen Mitarbeitern. Bei 70 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.
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