„Die Krankenhäuser begrüßen, dass die Bundesregierung das Wirtschafts- und Wachstumspotential des Gesundheitswesens erkennt. Das alleine reicht aber nicht. Notwendig sind konsequent innovationsfreundliche Regeln, damit die medizinischen Neuerungen auch schnell beim Patienten ankommen. Gezielte Chemotherapien, Stammzelltransplantationen und die minimal-invasive Chirurgie können wie alle innovativen Verfahren nur im Krankenhaus entwickelt und gelehrt werden.

Die Kliniken sind traditionell die Eintrittspforte für neue Ideen und Verfahren in der Patientenversorgung. Mit Sorge ist festzustellen, dass Innovationen zunehmend durch bürokratische und langwierige Überprüfungsprozeduren ausgebremst bzw. oft für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen werden. Selbst neue anerkannte Verfahren werden von den Krankenkassen bei den Vergütungsvereinbarungen vor Ort vielfach ignoriert. Nur jede vierte beantragte Innovation wird nach einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) am Ende auch vergütet.

Neue medizinische Verfahren und Therapien werden auch durch rückwärtsgewandte Forderungen gefährdet, die die Entwicklung von Innovationen (§137 c SGB V) in den Krankenhäusern weitgehend verhindern sollen. Kliniken können nicht den gleichen innovationshinderlichen Regelungen wie die ambulante Versorgung ausgesetzt werden. Das wäre nur die 'Gleichheit im Elend des Innovationsstaus'. Die Medizin in den Krankenhäusern braucht Innovationsfreiräume. Die Medizinforschung und die Ärzte in den Krankenhäusern nutzen diese Freiräume für die Patienten. Sie haben bewiesen, dass sie damit verantwortlich umgehen.“