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DKG zum BMG-Zukunftskongress "Gesundheitswirtschaft"
Freiräume für medizinische Innovationen erhalten - Bürokratie abbauen
Georg Baum
Die Kliniken sind traditionell die Eintrittspforte für neue Ideen und Verfahren in der Patientenversorgung. Mit Sorge ist festzustellen, dass Innovationen zunehmend durch bürokratische und langwierige Überprüfungsprozeduren ausgebremst bzw. oft für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen werden. Selbst neue anerkannte Verfahren werden von den Krankenkassen bei den Vergütungsvereinbarungen vor Ort vielfach ignoriert. Nur jede vierte beantragte Innovation wird nach einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) am Ende auch vergütet.
Neue medizinische Verfahren und Therapien werden auch durch rückwärtsgewandte Forderungen gefährdet, die die Entwicklung von Innovationen (§137 c SGB V) in den Krankenhäusern weitgehend verhindern sollen. Kliniken können nicht den gleichen innovationshinderlichen Regelungen wie die ambulante Versorgung ausgesetzt werden. Das wäre nur die 'Gleichheit im Elend des Innovationsstaus'. Die Medizin in den Krankenhäusern braucht Innovationsfreiräume. Die Medizinforschung und die Ärzte in den Krankenhäusern nutzen diese Freiräume für die Patienten. Sie haben bewiesen, dass sie damit verantwortlich umgehen.“
Dateien
2010-04-29_PM-DKG-zum-BMG-Zukunftskongress-Gesundheitswirtschaft (doc, 33 KB)
2010-04-29_PM-DKG-zum-BMG-Zukunftskongress-Gesundheitswirtschaft (pdf, 17 KB)Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder - 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände - in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.064 Krankenhäuser versorgen jährlich 18,0 Millionen stationäre Patienten und 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,1 Millionen Mitarbeitern. Bei 70 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.
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