„Die geforderten Tarifsteigerungen können die Krankenhäuser nicht bezahlen. Die für die Refinanzierung entscheidende Grundlohnrate liegt für dieses Jahr bei lediglich 1,5 Prozent. Für 2011 sind die Zuwachsperspektiven bei den Vergütungen der Kliniken noch schlechter. Hinzu kommt eine gewaltige Überhangslast des letzten Tarifabschlusses. Es ist daran zu erinnern, dass der Abschluss für 2008 und 2009 zu Personalkostensteigerungen von acht Prozent geführt hat. Vor kaum mehr als zwölf Monaten mussten die Kliniken knapp fünf Prozent Lohnerhöhungen aufbringen. Nur 50 Prozent dieser Steigerungen haben die Krankenhäuser durch eine Sonderregelung im Krankenhaus-finanzierungsreformgesetz (KHRG) refinanziert bekommen. Die nicht gedeckte Finanzierungslast beläuft sich mittlerweile auf über zwei Milliarden Euro.

Entgegen der Annahme der Gewerkschaft, ist der Ärztemangel nicht auf die Vergütungen der Ärzte zurückzuführen. Diese stehen im internationalen Vergleich an vorderer Stelle. Die Tatsache, dass heute 14.000 Ärzte mehr als vor fünf Jahren in den Kliniken arbeiten, macht deutlich, dass Entlastungen durch die Verteilung der Arbeit auf mehreren Schultern statt gefunden haben. Auch dieser Personalaufbau wurde den Krankenhäusern nicht voll refinanziert.

Die DKG appelliert an die Tarifpartner, die besondere Situation der Krankenhäuser zu berücksichtigen und der Sicherung und Weiterentwicklung der Beschäftigung Vorrang vor nicht finanzierbaren Lohnsteigerungen zu geben.“