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12. Juni 2009
DKG zu Behandlungsfehlern im Krankenhaus

Fehlervermeidung hat höchste Priorität

Diplom-Volkswirt Georg Baum
DKG-Hauptgeschäftsführer
Georg Baum
Zur Diskussion um Behandlungsfehler in den Krankenhäusern erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:

„Jeder Behandlungsfehler ist einer zu viel. Deshalb haben die Krankenhäuser in den letzten Jahren forciert Fehlervermeidungs- und Risikominimierungsstrategien entwickelt, um in systematischer Form Fehler oder Risiken der Patientenversorgung zu verhindern und die Patientensicherheit zu erhöhen. Ziel dabei ist es, menschliche Versagensfehler durch strukturierte und kontrollierte Abläufe so weit wie möglich auszuschließen. Eine Komponente dabei ist die Vermeidung von OP-Verwechslungen.

Die DKG ist Gründungsmitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V., das sich seit 2005 die Erforschung, Entwicklung und Verbreitung von Methoden zur Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland zum Ziel gesetzt hat. Dessen Vorschläge zur Risikominimierung werden in gemeinsamen Aktionen in die Krankenhäuser getragen. Beispielsweise wurden Handlungsempfehlungen zur Vermeidung von Eingriffsverwechselungen, zur sicheren Patientenidentifikation oder auch zum Aufbau von Fehlermeldesystemen entwickelt und verbreitet. Darüber hinaus ist die DKG aktiver Partner der Aktion „Saubere Hände“ zur Erhöhung der Patientensicherheit vor im Krankenhaus erworbenen Infektionen.

Viele Krankenhäuser haben inzwischen anonyme Fehlermeldungssysteme (Critical Incident Reporting-Systeme – CIRS) installiert. Einer jüngsten Bestandsaufnahme des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) zufolge, verfügt jedes 5. Allgemeinkrankenhaus bereits über ein klinisches Risikomanagementsystem. Hierzu gehören systematische Schadensfallanalysen sowie schriftliche Dienstanweisungen zum Umgang mit Zwischenfällen. Im Herbst wird die DKG gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Patientensicherheit und weiteren Partnern ein Nationales Forum zu CIRS ausrichten, an dem zahlreiche Akteure aus deutschen Krankenhäusern teilnehmen werden. Dies wird Auftakt einer regelmäßigen Veranstaltungsreihe und Diskussionsplattform sein.

Darüber hinaus nehmen die deutschen Krankenhäuser in großem Umfang an allgemeinen Qualitätssicherungsmaßnahmen teil. Bei fast 25 Prozent aller Behandlungsfälle – insbesondere Operationen – werden die Ergebnisse einschließlich Infektionsereignisse erfasst, zentral ausgewertet und bei Auffälligkeiten in den Kliniken besprochen.

Mehr als 700 Kliniken nehmen an hochwertigen Zertifizierungsverfahren teil, bei denen ebenfalls die Installierung von systematischen Fehlervermeidungsstrategien und Vermeindung von Krankenhausinfektionen zentraler Bestandteil sind, deren Einhaltung in regelmäßigen Abständen überprüft wird.

Mit über 17 Millionen Behandlungsfällen pro Jahr garantieren die deutschen Krankenhäuser eine medizinische Versorgung höchster Qualität und Sicherheit.“

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Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder - 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände - in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.064 Krankenhäuser versorgen jährlich 18 Millionen stationäre Patienten und 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,1 Millionen Mitarbeitern. Bei 70 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

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