Seit 1997 nehmen die Kliniken erfolgreich mit 3,6 Mio. Fällen pro Jahr an der externen Qualitätssicherung mit „strukturiertem Dialog“ teil, der das Kernstück einer vergleichenden Qualitätssicherung der Krankenhäuser ist. Auffällige Kliniken, die außerhalb der gemeinsam mit den Kassen definierten Referenzbereiche liegen, analysieren im Dialog mit ärztlichen Visitatoren die Ursachen, vereinbaren Verbesserungsmaßnahmen und lassen die Wirksamkeit kontrollieren. Einmalig für das Gesundheitswesen ist auch, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) diese Daten publiziert und die Kliniken ihre Qualitätsberichte unter www.deutsches-krankenhaus-verzeichnis.de in das Internet stellen.

Krankenhausleistungen seien hochkomplexe medizinische und pflegerische Dienstleistungen, die grundsätzlich über allgemein gültige Gebührenordnungen zu vergüten seien. Der Wettbewerb fände über die Qualität und nicht über Preise und Rabatte statt. Deshalb plädierten die Krankenhäuser für feste Fallpauschalen-Preise.

Qualitätsorientierte Vergütung sei aber sinnvoll, wenn qualitätsverbessernde Struktur- und Prozessvorgaben von den Krankenhäusern, z. B. aufgrund von Beschlüssen des G-BA zu beachten seien. Für die erhöhten Aufwendungen müssten die Krankenhäuser höhere Vergütungen erhalten.

Baum: „Transparente Qualitätssicherung eignet sich für die stetige Entwicklung bester Versorgungsqualität der Patienten und nicht für einen verkappten Rabattwettbewerb um die billigste Leistung.“ Die Krankenhäuser schlügen vor, mit Krankenkassen im Rahmen von Integrationsverträgen qualitätsorientierte Leistungserbringungsformen und dazu passende Vergütungen vereinbaren zu können.