„Unter den großen Leistungserbringern des Gesundheitswesens haben die Krankenhäuser mit 2,8 v.H. pro Mitglied den geringsten Zuwachs an den Ausgaben der GKV. Der Kostenanstieg der Kliniken wiederum lag insbesondere in Folge der Tariflohnsteigerungen in 2008 deutlich über der Ausgabenrate der GKV für die Krankenhäuser. Bekanntlich durften die Krankenhäuser die Fallpauschalenpreise nur um 0,64 Prozent erhöhen. Der Großteil des Zuwachses entfällt auf die von den Krankenhäusern zusätzlich erbrachten medizinischen und pflegerischen Leistungen. Die Alterung der Bevölkerung und der damit steigende Behandlungsbedarf sind ohne zusätzliche Mittel nicht zu bewältigen.

Die vom Gesetzgeber für 2008/2009 in Aussicht gestellten 3,5 Mrd. Euro stehen zunächst auf dem Papier bzw. fließen seit Jahresbeginn vorläufig an die Krankenkassen, ohne bei den Klinken anzukommen. Sie müssen noch in Verhandlungen mit den Kostenträgern umgesetzt werden. Insgesamt bleibt die Lage der Kliniken sehr angespannt.“