„Der hohe Investitionsbedarf der Krankenhäuser muss im zweiten Konjunkturprogramm der Bundesregierung berücksichtigt werden. Die Studie belegt eindrucksvoll, dass Investitionen in die Krankenhäuser eine nachhaltige Wirkung auf die Konjunktur und die Arbeitsplätze in Deutschland haben.

In der Studie heißt es dazu, dass zusätzliche Investitionen in das Krankenhauswesen zu einem überproportionalen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts führten. Mit 1 Mrd. Euro für die Kliniken würden 2,8 Mrd. Euro bewegt, die 34.000 Arbeitsplätze sicherten. Bei breiten über die Volkswirtschaft gestreuten öffentlichen Ausgaben liege dieser Multiplikator oftmals nur in der Nähe von 1 und nicht wie bei den Krankenhäusern bei 1,8. Der hohe Multiplikator für das Krankenhauswesen begründe sich im Wesentlichen damit, dass durch diese spezifische Ausrichtung der Investitionen in besonderem Maße heimische Wertschöpfung gestärkt werde.

Obwohl per Gesetz verpflichtet, sinkt die von den Bundesländern bereit gestellte Investitionssumme von Jahr zu Jahr. Das Bundesgesundheitsministerium hat in einem Gutachten von Prof. Rürup einen jährlichen erforderlichen Investitionsbetrag von 5 Mrd. Euro ermittelt. Konkrete Investitionsvorhaben liegen bei den für die Krankenhausplanung zuständigen Behörden der Länder als Anträge in Milliardenhöhe vor und könnten sofort in Aufträge fließen.“