Der medizinische Fortschritt und die Einsteuerung von Innovationen in die Krankenhausversorgung seien durch die Kürzungen im Rahmen der Gesundheitsreform und die massiv gestiegenen Sach- und Personalkosten zunehmend gefährdet. Die Krankenhäuser könnten den gesetzlich verordneten Substanzverlust aus eigenen Mitteln oder aus Wirtschaftlichkeitsreserven nicht mehr auffangen. Damit laste ein riesiger Rationalisierungsdruck auf den Häusern. Bereits heute schrieben rund ein Drittel der Kliniken rote Zahlen. „Doch nur erfolgreiche Krankenhäuser mit hoher Behandlungsqualität sichern die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit den Nachwuchs in den Heilberufen“, erklärte Norden. Er forderte die Politik nachdrücklich auf, verlässliche und stabile Rahmenbedingungen für die Kliniken zu schaffen.

Gleichzeitig wies der GDK-Geschäftsführer darauf hin, dass die Krankenhäuser trotz anhaltender Kosten- und Ausgabensteigerungen immer wirtschaftlicher und effizienter arbeiteten. Während die Kliniken Jahr für Jahr durchschnittlich 17 Millionen Patienten stationär behandelten, vollziehe sich parallel dazu ein beträchtlicher Abbau von Kapazitäten. Seit Anfang der 90er Jahre seien knapp 180.000 bzw. über 25 Prozent aller Krankenhausbetten abgebaut worden. Gleichzeitig sei es den Kliniken gelungen, die durchschnittliche Verweildauer stark abzusenken: Habe die Verweildauer im Krankenhaus 1990 noch 14,7 Tage betragen, könnten die Patienten heute schon nach durchschnittlich 8,5 Tagen entlassen werden.

Zugleich erfordere eine stärkere Leistungsorientierung auch die Optimierung der Ressourcen und Prozesse im Krankenhaus, so Norden. Der 31. Deutsche Krankenhaustag biete dazu gezielt anwendungsorientierte Praxisseminare zu krankenhausspezifischen Fragestellungen an: So würden etwa aktuelle Entwicklungen und Modelle im Rahmen der „Informationsbörse“ zu Themen wie „Ambulante Leistungen der Krankenhäuser“, „Medizinische Versorgungszentren“ oder „Integrierte Versorgung“ den Besuchern wertvolle Praxistipps bieten. Im Rahmen des Pflegeforums werden aktuelle Entwicklungen im Pflegemanagement aufgegriffen. Im Fokus der Expertenvorträge steht diesmal u.a. ein neuer „Skill mix als Beitrag zur Effizienzsteigerung im Krankenhaus“.

Ziel des Krankenhaustages sei es, allen relevanten Berufsgruppen im Krankenhaus – Ärzten, Krankenhausdirektoren, Controllern, Technikern, Krankenhausträgern und Pflegepersonal – sowie den Partnern im Gesundheitswesen die Gelegenheit zur Diskussion und Meinungsbildung zu geben. An den vier Kongresstagen erwartet die Veranstalterin, die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK), rund 1.600 Besucher aus Klinik und Gesundheitspolitik. Veranstaltungsort des 31. Deutschen Krankenhaustages ist das Congress Center Düsseldorf-Ost (CCD-Ost) der Messe Düsseldorf.

Das ausführliche Kongress-Programm kann unter www.deutscher-krankenhaustag.de herunter geladen werden.