Vor dem Hintergrund des durchgreifenden Strukturwandels im deutschen Gesundheitswesen wird der 31. Deutsche Krankenhaustag die aktuellen ordnungspolitischen Reformbeiträge von Politik und Wissenschaft kritisch hinterfragen und innovative Lösungsansätze für die stationäre Versorgung der Zukunft aufzeigen. Darüber hinaus steht die Fortentwicklung des deutschen Fallpauschalensystems im Krankenhaus (G-DRG) im Fokus der Beiträge und Diskussionen. Durch die gesundheitspolitischen Restriktionen der vergangenen Jahre (Budgetdeckelung, Sanierungsabgabe, etc.) sind die Verantwortlichen in den Kliniken gefordert, dem schnellen Veränderungsprozess mit zukunftsfähigen Lösungen zu begegnen.

Die Auftaktveranstaltung steht thematisch ganz im Zeichen der Diskussion um die künftige Krankenhausfinanzierung. Unter dem Oberthema „Die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen für die stationäre Versorgung ab 2009“ werden führende Gesundheitspolitiker aus Bund und Ländern zusammen mit Spitzenvertretern der gemeinsamen Selbstverwaltung die vorliegenden Konzepte beleuchten. Neben Dr. Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit und dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (angefragt) wird Dr. Rudolf Kösters, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Den Tagungsvorsitz führt Heinz Kölking, Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD).

Im Anschluss daran findet eine Schwerpunktveranstaltung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zum Thema „Das G-DRG-System 2009“ statt. Im Rahmen dieser Fachveranstaltung werden die Experten über die methodischen und klassifikatorischen Anpassungen für das G-DRG-System 2009 – dem ersten Jahr nach der Konvergenz – ausführlich informieren. Diese beiden Veranstaltungen bilden den Auftakt zu zahlreichen gesundheitspolitischen und praxisorientierten Vorträgen.

Der zweite Kongresstag beginnt mit einem europapolitischen Forum, das sich mit dem Thema „Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung in Europa – Konsequenzen für die deutschen Krankenhäuser“ beschäftigt. Darüber hinaus stehen mit dem ECCLESIA-Forum „Aufgabenverteilung im Krankenhaus – Haftung und Effizienz“ und der IT-Schwerpunktveranstaltung „Unternehmenserfolg durch die Ausrichtung der IT auf die Unternehmensziele“ weitere innovative Themen aus dem Bereich des Delegations- und Haftungsrechts sowie der Krankenhaus-Telematik auf dem Tagungsprogramm.

Eine Vortragsveranstaltung der Fachvereinigung Krankenhaustechnik (FKT) zum Thema „Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern“ sowie die Krankenhaustag-Informationsbörse zu den Themen „Medizinische Versorgungszentren (MVZ)“, „Ambulante Behandlung im Krankenhaus“ und „Integrierte Versorgung“ runden den zweiten Kongresstag ab.

Im Rahmen des Pflegeforums werden am dritten Veranstaltungstag aktuelle Entwicklungen im Pflegemanagement aufgegriffen. Im Fokus der Expertenvorträge steht diesmal u.a. die „Versorgungskontinuität als pflegerischer Beitrag zu mehr Versorgungsqualität“. Eine gesundheitspolitische Diskussionsrunde zum Thema „Neuer Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) – Neue Dimension der Selbstverwaltung?“ rundet den dritten Kongresstag ab.

Eine Vortragsveranstaltung der Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen im BDA e.V. (AKG) zum „Krankenhausbau unter veränderten finanziellen Rahmenbedingungen“ beschließt das Kongressprogramm am letzten Veranstaltungstag.


Ziel des Krankenhaustages ist es, allen relevanten Berufsgruppen im Krankenhaus – Ärzten, Krankenhausdirektoren, Controllern, Technikern, Krankenhausträgern und Pflegepersonal – sowie den Partnern im Gesundheitswesen die Gelegenheit zur Diskussion und Meinungsfindung zu geben. Das ausführliche Kongress-Programm des 31. Deutschen Krankenhaustages steht unter www.deutscher-krankenhaustag.de als PDF-Datei zum Herunterladen bereit.


Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.