Die Ärzte, Pflegekräfte, Angestellten und Arbeiter der Kliniken versammeln sich am 18. November zu einer halbstündigen Protestkundgebung in ihren Häusern. Sie verzichten auf ihre Mittagspause, um den eingeladenen politischen Entscheidungsträgern aus Bund, Ländern und Gemeinden die Nöte der Krankenhäuser darzustellen, die der Gesetzentwurf der Bundesregierung nur bedingt mildert. Im Aufruf des Aktionsbündnisses zur Rettung der Krankenhäuser heißt es dazu: „Die Finanzierungslücke der Krankenhäuser von 6,7 Mrd. Euro wird durch den Gesetzentwurf bei weitem nicht gedeckt. Nachbesserungen sind erforderlich.“ Das große Bündnis aus allen wichtigen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbänden im Krankenhausbereich warnt zugleich vor jedem Versuch, „durch die Hintertür neue Kürzungen einzuführen.“

Für die Kliniken und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtet das Bündnis einen dringenden Appell zur Hilfe an die Politik: „In den kommenden Wochen fällt die Entscheidung zur Zukunft der deutschen Krankenhäuser. Die Aktionsbündnisse zur Rettung der Krankenhäuser auf Bundes- und Landesebene erwarten, dass die angekündigte Hilfe für die Kliniken endlich umfassend und nachhaltig kommt.“

Die konkreten Forderungen des Bündnisses für die Kliniken sind:

1. Die volle Refinanzierung der Tarifsteigerungen und die Vorgabe einer prozentualen Erhöhungsrate im Gesetz.
2. Die vollständige Berücksichtigung des Orientierungswertes ohne Abhängigkeit von jährlichen Rechtsverordnungen.
3. Die Finanzierung der zusätzlichen Pflegestellen zu 100 Prozent.

Das Aktionsbündnis achtet ausdrücklich darauf, dass die Versorgung der Patientinnen und Patienten vom Protesttag der deutschen Krankenhäuser am 18. November nicht berührt wird.