In seiner Laudatio würdigte DKG-Vizepräsident Wolfgang Pföhler den Preisträger als eine Persönlichkeit, die „durch jahrelanges Engagement, visionäre Gedanken und beherztes konsequentes Handeln einen maßgeblichen Teil des deutschen Gesundheitswesens entscheidend mit geprägt“ habe. Kösters habe als eine der Schlüsselpersonen bei der Einführung des DRG-Systems in Deutschland eine entscheidende Rolle gespielt. Dessen Umsetzung habe er mit „Überzeugungskraft und einem sicheren Gespür für Politik und Diplomatie“ begleitet, so Pföhler weiter. Im Krankenhausbereich, in dem der „tägliche Spagat zwischen Effizienz, Qualität und Finanzierbarkeit“ so deutlich zu Tage trete wie in keiner anderen Branche, habe der DKG-Präsident als „kreativer Gestalter und über Sektoren hinweg denkender Stratege Bahnbrechendes geleistet“, erklärte Pföhler.

Dr. Rudolf Kösters war von 1977 bis 1986 Abteilungsleiter Krankenhäuser im Diözesancaritasverband Münster. Seit 1987 ist Kösters Generalsekretär der Ordensgenossenschaft der Franziskanerinnen Münster, St. Mauritz, und zugleich Sprecher der Geschäftsführung der Hospitalgesellschaften der Franziskanerinnen. Seit Januar 2006 ist er Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).