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14. Februar 2008 DKG zu den Warnstreiks von KrankenhausmitarbeiternProtestaktionen richten sich nicht gegen Kliniken, sondern gegen die Politik
Vor dem Hintergrund der heutigen Warnstreiks von Krankenhausmitarbeitern erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:
Streiks sind kein adäquates Mittel zur Lösung der massiven Finanzprobleme in den Krankenhäusern. Anders als in vielen Branchen der deutschen Wirtschaft können die Krankenhausträger nichts geben, weil sie selbst nichts bekommen. Aus Sicht der Krankenhäuser richten sich die Warnstreiks nicht gegen die Arbeitgeber, sondern gegen die Politik. Solange die Politik durch Kürzungen und einen gesetzlichen Deckel die Krankenhausvergütungen nahezu einfriert, sind die Kliniken nicht in der Lage, den geforderten Einkommenssteigerungen auch nur annähernd nachzukommen.
Die Bundesregierung muss erkennen, dass es für eine Sanierungsabgabe an die Krankenkassen und die überholte Anbindung der Krankenhausvergütungen an die Grundlohnrate keine schlüssige Begründung gibt – schon gar keine, die den Bedürfnissen immer älter werdender Menschen und dem medizinischen Fortschritt Rechnung trägt. Wenn die Politik mitverantwortlich für die Finanzmisere der Krankenhäuser ist, muss sie nunmehr auch ihren Beitrag zur Lösung leisten.“
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder - 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände - in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.045 Krankenhäuser versorgen jährlich 18,3 Millionen stationäre Patienten und 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,1 Millionen Mitarbeitern. Bei 83,4 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.
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