"Mit der Neuauflage des Qualitätsberichtes beginnt ein neues Kapitel bei der Qualitätssicherung im Krankenhausbereich. Erstmals werden jetzt Daten aus der externen Qualitätssicherung für jedes Krankenhaus offen gelegt. Dies erfolgt im Rahmen des Qualitätsberichtes, den jede der 2.139 Kliniken bis zum 31.10.2007 veröffentlicht. Darin werden die Krankenhäuser künftig ihre Qualität bei einzelnen Behandlungen im Vergleich zu anderen Einrichtungen darstellen und maßgebliche Informationen für Patienten und einweisende Ärzte liefern.

Dazu werden die Kliniken auf mehr als 200 Qualitätsindikatoren zugreifen und ihr Abschneiden im bundesweiten Vergleich darlegen. Grundlage sind die Daten, die alle Krankenhäuser an die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) mit dem Ziel eines Vergleichs von Behandlungsergebnissen übermitteln. 

Wir haben uns mit den Krankenkassen auf der Basis eines BQS-Gutachtens im G-BA darauf verständigt, dass 27 Qualitätsindikatoren (Anlage) für die Veröffentlichung verpflichtend sind. Es steht dem Krankenhaus darüber hinaus frei, weitere bewertete Indikatoren zu publizieren. Voraussetzung ist stets, dass der so genannte strukturierte Dialog des Krankenhauses mit der BQS abgeschlossen ist. Im Rahmen des strukturierten Dialogs ist es möglich, Auffälligkeiten der Klinik mit der BQS zu diskutieren oder Datenfehler zu erläutern, um Fehlinterpretationen zu vermeiden und Defizite für die Zukunft abzubauen.

Mit der Publikation der Berichte können Patientinnen und Patienten nunmehr auf den Internetseiten der Krankenkassen, des G-BA oder der Kliniken erfahren, wie ihr örtliches Krankenhaus etwa bei

- Gallenblasenentfernung
- Geburtshilfe
- Herzschrittmacher-Implantationen
- Hüft- und Knie-Endoprothesen (Erstimplantation)
- Koronarchirurgie        oder
- Brustchirurgie

im bundesweiten Vergleich dasteht.

Gleichwohl sollten die Angaben sorgfältig mit dem einweisenden Arzt diskutiert und eingeordnet werden.

Die DKG sieht hier einen bahnbrechenden Fortschritt in der Transparenz und Qualität der stationären Versorgung. Das ist ein wichtiger Baustein unserer Qualitätsoffensive. Im vertragsärztlichen Bereich finden Patienten solche Informationen leider noch nicht. Wettbewerb muss im wesentlichen um die beste Qualität - nicht um den niedrigsten Preis - erfolgen. Die Kliniken stellen sich diesem Wettbewerb, der auch an Versorgungsschranken nicht aufgehalten werden darf. Das macht unser Gesundheitssystem im In- und Ausland zukunftsfähig."