"Die Klinikträger gehen bei der Zertifizierung schon heute deutlich über das gesetzlich geforderte Maß hinaus", erklärte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum. Dass in nur vier Jahren nach Aufnahme des Routinebetriebes der KTQ® bereits das 500. Zertifikat vergeben werden könne, unterstreiche die wachsende Bedeutung dieses Zertifizierungsverfahrens für modernes Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen. Dafür spreche auch, dass neben den 500 Krankenhäusern mit einer Erstzertifizierung bereits weitere 34 Kliniken rezertifiziert wurden. Darüber hinaus strebten entsprechend der Rückmeldungen aus Fachkreisen eine Vielzahl von weiteren Einrichtungen eine Zertifizierung bzw. Rezertifizierung an. "Die KTQ hat kein Strohfeuer entfacht, sondern wirkt nachhaltig", so Baum weiter.

Die breite Akzeptanz des KTQ-Verfahrens zeige deutlich, dass die Selbstverwaltung mit ihrer Entscheidung zur Einführung eines spezifischen Zertifizierungsverfahrens, zunächst für Krankenhäuser, neuerdings auch für weitere Leistungsbereiche, genau richtig entschieden habe, erklärte Dr. Werner Gerdelmann, Mitglied des Vorstands des VdAK/AEV. Gerdelmann betonte, die KTQ® funktioniere ohne jegliche gesetzliche Vorgabe. Patienten, einweisende Ärzte und Kostenträger nutzten die Informationen aus den KTQ-Berichten intensiv, wenn bei erforderlicher Behandlungsnotwendigkeit zu entscheiden sei, welcher Leistungserbringer in Anspruch genommen werde.

Klaus Notz, stellvertretender Vorsitzende des KTQ-Gesellschafterausschusses, machte deutlich, dass es das Ziel der KTQ® sei, die Struktur-, Prozess-, Ergebnis- also auch die Servicequalität zu unterstützen und zu verbessern. Diese Botschaft sei in den Einrichtungen des Gesundheitswesens angekommen. Das zunehmende Interesse und die positive Resonanz bei Patienten, Mitarbeitern und Trägern spreche dafür, dass die Einrichtungen den unmittelbaren Nutzen erkannt hätten und sich kontinuierlich am KTQ-Verfahren beteiligten.

Die nachhaltige Resonanz auf das KTQ-Verfahren in der stationären Akutversorgung und die damit verbundenen Verbesserungen in den zertifizierten Krankenhäusern zeigten die Eignung auch für andere Versorgungsbereiche. Dr. Günther Jonitz, Vorsitzender des KTQ-Gesellschafterausschusses: "Seit Einführung des Zertifizierungsverfahrens wurde dieses kontinuierlich verbessert und spezifisch erweitert. Damit gewährleisten wir eine einheitliche Qualitätsmanagement-Philosophie im Gesundheitswesen, die die Patientenorientierung in besonderem Maße hervorhebt. Die kontinuierliche Verbesserung der Prozessabläufe wird durch die Integration des bekannten QM-Zyklus (PDCA) garantiert."

Heidi Jansen, Verwaltungsleiterin des St. Antonius Krankenhauses Köln: "Nicht zuletzt aufgrund der hohen Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Antonius Krankenhauses mit dem Kernsatz unseres Leitbildes ’Miteinander zum Wohle des Patienten - Gemeinsam zum Erfolg’ haben wir gemeinsam das wichtige Etappenziel der Zertifizierung erreicht. Das Ereichte ist uns Ansporn, in den Anstrengungen zur Weiterentwicklung unserer Organisation nicht nachzulassen". Jansen bekräftigte, dass strukturiertes Qualitätsmanagement neue Blickwinkel eröffne und die Klinik bei der Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen unterstütze.

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg dieses Zertifizierungsverfahrens liege laut der Geschäftsführerin der KTQ-GmbH, Dipl.-Pflegewirtin Gesine Dannenmaier, an den konstruktiven Rückmeldungen verschiedener Einrichtungen sowie der guten Zusammenarbeit von Visitoren und Zertifizierungsstellen mit der KTQ-Geschäftsstelle. Durch den gemeinsamen konstruktiven Austausch sei die Praxisorientierung gewährleistet und trage somit den Gedanken der KTQ-Gesellschafter: "Der Patient steht im Mittelpunkt" weiter.

Auf Grund der gesammelten Erfahrungen der KTQ-GmbH, bietet diese weitere spezifische Zertifizierungsverfahren für Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapeutenpraxen, MVZ, Rehabilitationskliniken, stationäre Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, sowie Hospize und alternative Wohnformen an.


Der Hintergrund

Die KTQ - Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen GmbH, ist eine Gesellschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen, der Bundesärztekammer, der Deutschen Krankenhausgesellschaft e.V., des Deutschen Pflegerates e.V. und des Hartmannbundes - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

Der Gesetzgeber schreibt zwingend vor, in den Gesundheitseinrichtungen ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen und dessen Wirksamkeit nachzuweisen. Dazu gibt es verschiedene Formen der Nachweiserbringung. Neben einer Vielzahl von hierzu gegebenen Möglichkeiten, stellt das KTQ-Verfahren ein spezifisches System für die Einrichtungen des Gesundheitswesens dar, das von Praktikern für Praktiker entwickelt wurde. Ein Ziel des KTQ-Verfahrens ist für die Krankenhäuser, Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapeutenpraxen, MVZ, Reha-Kliniken sowie stationäre Pflegeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Hospize und alternative Wohnformen, die Geschäftsführung und Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtung zu motivieren, ein internes Qualitätsmanagement im Sinne der Patientenorientierung zu implementieren bzw. dieses kontinuierlich zu verbessern. Im Mittelpunkt steht die Betrachtung der Prozessabläufe bei der Behandlung und Pflege der Patienten. Die Unterscheidung zu den anderen etablierten Verfahren liegt bei der KTQ-Zertifizierung jedoch in dessen Besonderheit, interdisziplinär, berufsgruppen- und hierarchieübergreifend die Einrichtung in ihrer Gesamtheit überprüfen zu können.

Die KTQ® wurde 2001 mit dem Ziel gegründet, ein für die Krankenhäuser freiwilliges Zertifizierungsverfahren zur Verfügung zu stellen, um damit die kontinuierliche Verbesserung des internen Qualitätsmanagements zu fördern. Im Jahr 2002 ging dieses Verfahren in den Routinebetrieb. Im Oktober 2004 erfolgte eine Erweiterung des Zertifizierungsverfahrens für den niedergelassenen Bereich. Seit Mai 2005 ist für Rehabilitationskliniken die Zertifizierung des internen Qualitätsmanagements nach KTQ® möglich. Das KTQ-Verfahren für Pflegeeinrichtungen, Pflegedienste, Hospize und  alternative Wohnformen steht nach der erfolgreichen Pilotphase seit Ende 2006 für den Routinebetrieb zur Verfügung.

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- Michaela Gottfried (VdAK/AEV), Tel.: 0 22 41 / 1 08-2 93
- Alexander Dückers (BÄK), Tel.: 0 30 / 40 04 56-7 00
- Klaus Notz (DPR), Tel.: 030 / 21 91 57 57
- Daniela Kreuter (KTQ), Tel.: 0 22 41 / 1 08-371

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