Der Beschluss des G-BA wurde gefasst, obgleich sich die Vertragspartner mit den zuständigen Fachexperten einig waren, dass die Protonentherapie für Patienten, die anderweitig nicht mehr mit Aussicht auf Erfolg zu behandeln seien, eine letzte Therapiealternative darstellen könnte.

Der G-BA traf die Entscheidung, obwohl die DKG in den Verhandlungen einen Ausschluss der Protonentherapie für die Mehrheit der Patienten mit guten Behandlungsalternativen im Rahmen der Standardtherapie mitgetragen hatte. Die DKG, Patientenvertreter sowie die Bundesärztekammer hatten sich jedoch dafür eingesetzt, dass die Protonentherapie für Patienten mit Rektalkarzinomerkrankungen in medizinisch besonders indizierten Fällen in hochspezialisierten Krankenhäusern künftig von den Krankenkassen bezahlt wird.


L A S T E N  der Krankenhäuser
Nach den Eckpunkten zur Gesundheitsreform geplant:
- Minus 500 Millionen Euro (1-Prozent-Zwangsabgabe)
- Minus 500 Millionen Euro (Verlängerung Anschubfinanzierung Integrierte Versorgung)
Gesetzlich- und tarifbedingte Kosten- und Ausgabensteigerungen:
- 1,5 Milliarden Euro (TVöD-Umstellung, neue und erwartete Tariferhöhungen für Klinikärzte)
- 1,3 Milliarden Euro (erwartete Mehrkosten durch Änderung Arbeitszeitgesetz)
- 500 Millionen Euro (gesetzliche Vorgaben Abschaffung AiP, Pflegeausbildung, DRG-
  Systemkosten)
- 500 Millionen Euro (Mehrwertsteuererhöhung ab 2007)
- 1 Milliarde Euro (durch gesetzliche Auflagen wie Naturalrabattverbot, steigende
  Anforderungen an Qualitätssicherung, sicherheitstechnische Auflagen)
Investitionsstau:
- 50 Milliarden Euro Investitionsstau wegen ausbleibender gesetzlich vorgesehener
  Investitionsfinanzierung durch Bundesländer
Gesetzlich begrenzte maximale B U D G E T S T E I G E R U N G der Krankenhäuser:
- Plus 300 Millionen Euro (für 2006: 0,63 Prozent der Krankenhausbudgets)