"In keinem anderen Leistungsbereich des Gesundheitswesens existiert eine externe Qualitätssicherung in dieser Tiefe und Transparenz. Mit dem BQS-Qualitätsreport, der bereits zum fünften Mal in Folge Qualität im Krankenhaus sichtbar gemacht hat, leistet die Selbstverwaltung einen überaus wichtigen Beitrag zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen", machte Walger deutlich. Der DKG-Geschäftsführer betonte, die intensive Auseinandersetzung mit der externen Qualitätssicherung zeige, dass das Verfahren alles andere sei als das Sammeln von Zahlen für den "allbekannten Datenfriedhof". "Die externe Qualitätssicherung wirkt. Aus den Rückmeldungen aus den Kliniken haben sich konkrete und für die Patientenversorgung bedeutsame Qualitätsverbesserungen ergeben." Die externe Qualitätssicherung untersuche derzeit 16 Prozent der gesamten Krankenhausleistungen, so Walger. Für 169 Indikatoren sei die Qualität der Krankenhäuser ermittelt worden. Im internationalen Vergleich sei dies ein absoluter Spitzenwert.

Schwerpunktmäßig werden Frauenerkrankungen, Herz- und Kreislauf- sowie Knochen- und Gelenkerkrankungen betrachtet. Aber auch gesunde Menschen stehen im Fokus der Qualitätsdarstellung: Versorgungs-relevante Informationen zu Neugeborenen und ihren Müttern werden im Leistungsbereich Geburtshilfe erfasst. Erstmals können umfangreiche Ergebnisse für das Modul ambulant erworbene Pneumonie (Lungenentzündung) dargestellt werden. Im Jahr 2006 hat die umfassende Erhebung in der Transplantationsmedizin begonnen. 2007 startet der Routinebetrieb zur Dekubitusprophylaxe. Ziel ist es, der Vorbeugung von Druckgeschwüren fachabteilungsübergreifend besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Die deutschen Krankenhäuser messen die Leistungen in festgelegten Bereichen zum bundesweiten Vergleich der Qualität in Medizin und Pflege. Die Ergebnisse werden in einer jährlichen Bundesauswertung dokumentiert. Der BQS-Qualitätsreport fasst diese Ergebnisse zusammen. Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden bundesweiten Ergebniskonferenzen zur Qualitätssicherung werden die Ergebnisse diskutiert und fließen in die praktische Arbeit ein. Grundlage sind die gesetzlichen Vorschriften der §§ 135a und 137 SGB V. In keinem anderen Land der Welt gibt es derzeit ein vergleichbares nationales Verfahren zur Qualitätsdarstellung, das alle Krankenhäuser einschließt und auf medizinische und pflegerische Ziele ausgerichtet ist.


L A S T E N  der Krankenhäuser
Nach den Eckpunkten zur Gesundheitsreform geplant:
- Minus 500 Millionen Euro (1-Prozent-Zwangsabgabe)
- Minus 500 Millionen Euro (Verlängerung Anschubfinanzierung Integrierte Versorgung)
Gesetzlich- und tarifbedingte Kosten- und Ausgabensteigerungen:
- 1,5 Milliarden Euro (TVöD-Umstellung, neue und erwartete Tariferhöhungen für Klinikärzte)
- 1,3 Milliarden Euro (erwartete Mehrkosten durch Änderung Arbeitszeitgesetz)
- 500 Millionen Euro (gesetzliche Vorgaben Abschaffung AiP, Pflegeausbildung, DRG-
  Systemkosten)
- 500 Millionen Euro (Mehrwertsteuererhöhung ab 2007)
- 1 Milliarde Euro (durch gesetzliche Auflagen wie Naturalrabattverbot, steigende
  Anforderungen an Qualitätssicherung, sicherheitstechnische Auflagen)
Investitionsstau:
- 50 Milliarden Euro Investitionsstau wegen ausbleibender gesetzlich vorgesehener
  Investitionsfinanzierung durch Bundesländer
Gesetzlich begrenzte maximale B U D G E T S T E I G E R U N G der Krankenhäuser:
- Plus 300 Millionen Euro (für 2006: 0,63 Prozent der Krankenhausbudgets)