Die Selbstverwaltungspartner sind sich einig, dass mit dem neuen Katalog das komplexe Behandlungsgeschehen noch genauer abgebildet und dadurch adäquater vergütet werden kann. Begrüßenswerte Änderungen erfolgten etwa im Bereich der Mehrfacheingriffe, der Intensivmedizin, der Kinderheilkunde und der Schlaganfall-Behandlung. Dies gilt insbesondere auch für die Festlegung von Zusatzentgelten, das heißt für Leistungen, die neben den DRG--Fallpauschalen abgerechnet werden können. Für 2007 wurden insgesamt 105 Zusatzentgelte vereinbart - 23 mehr als im Jahr 2006. Hierüber ist nun zum Beispiel auch die Palliativ-Behandlung besser erfasst.

 In Verbindung mit dem DRG-Fallpauschalen-Katalog 2007 (G-DRG, German Diagnosis Related Groups) erfolgte auch eine Einigung der Selbstverwaltungspartner über die Abrechnungsbestimmungen, die im Wesentlichen denen des Vorjahres entsprechen, und über die  Deutschen Kodierrichtlinien, welche die Dokumentation von Diagnosen und Prozeduren vorgeben.

Für die Ermittlung der Fallpauschalen 2007 wurden die tatsächlichen Behandlungskosten in ausgewählten Kliniken kalkuliert. Bei der diesjährigen Kalkulationsrunde konnten die Kosten- und Leistungsdaten von 225 Krankenhäusern ausgewertet werden - im vergangenen Jahr waren dies 214 Kliniken. Für die Berechnung der Fallpauschalen in Hauptabteilungen standen mit der Kalkulationsstichprobe gelieferte Daten von 2,4 Millionen Krankenhausbehandlungen (Fälle) zur Verfügung. Deutliche Verbesserungen der Datenqualität und somit auch der Kalkulationsergebnisse konnten in diesem Jahr zudem durch eine verstärkte Plausibilisierung der Daten erzielt werden.

Die Partner werten die nunmehr fünfte Version des DRG-Fallpauschalen-Katalogs als Erfolg und Beweis für die Handlungsfähigkeit der Selbstverwaltung. Insbesondere loben die Beteiligten die guten Vorarbeiten des von der Selbstverwaltung gegründeten Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) und die konstruktive Arbeit der Verhandlungsparteien bei einer mitunter konflikthaltigen Beratungslage. Insgesamt stellen die vereinbarten Ergebnisse der DRG-Systementwicklung  einen weiteren Fortschritt auf dem Weg zu einer sachgerechten Abbildung von Krankenhausleistungen dar.


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