Im Fokus des diesjährigen Krankenhaustages stehen die strukturellen Herausforderungen der stationären Versorgung vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Diskussion um die Gesundheitsreform. Während der Wettbewerb um die beste Qualität in den Kliniken weiterhin stark zunimmt, hat das neue Finanzierungssystem über Fallpauschalen (DRGs) eine betriebswirtschaftliche Revolution ausgelöst. Darüber hinaus wird die flächendeckende Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zu großen Struktur- und Prozessveränderungen in den Krankenhäusern führen. Die Implementierung der eCard setzt einen Modernisierung- und Reformierungsprozess in Gang, der ein radikales Reengineering im Gesundheitswesen zur Folge haben wird.

Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 15. November Gesundheitspolitiker gemeinsam mit dem diesjährigen Kongresspräsidenten Prof. Dr. Hans Fred Weiser, Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte e.V., die Perspektiven der elektronischen Gesundheitskarte diskutieren. Dies bildet den Auftakt zu zahlreichen gesundheitspolitischen und praxisorientierten Vorträgen. Die Veranstalterin, die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK), erwartet an den vier Kongresstagen über 1.500 Besucher aus Klinik und Gesundheitspolitik.

Im Rahmen einer gesundheitspolitischen Vortragsveranstaltung mit dem Titel "Herausforderungen der künftigen Krankenhausversorgung" werden am zweiten Kongresstag aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich der Krankenhausplanung- und finanzierung breit diskutiert. Schwerpunkte bilden dabei die Themen "DRG´s und Krankenhausplanung" sowie "Die Zukunft der Integrierten Versorgung". Mit dem Politikforum werden die Bundestagsabgeordneten Daniel Bahr (FDP), Dr. Martina Bunge (Die LINKE), Hilde Mattheis (SPD), Dr. Harald Terpe (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sowie Annette Widmann-Mauz (CDU/CSU) unter dem Motto "Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages diskutiert die Gesundheitsreform 2006" diesen Tagungsteil beschließen.

Im Rahmen des Pflegeforums werden aktuelle Entwicklungen im Pflegemanagement aufgegriffen. Im Fokus der Expertenvorträge stehen diesmal die "Veränderungen der Rollen der Funktionsdienste im Krankenhaus".

Am dritten Kongresstag steht erstmals ein internationales Forum zum Thema "Qualität als Erfolgsfaktor im Krankenhaus" auf dem Programm. Den Tagungsvorsitz führt Dame Gillian Morgan, Chief Executive des National Health Service (NHS) in Großbritannien. Darüber hinaus informiert das ECCLESIA-Forum über "Qualitätsstrategien in deutschen Krankenhäusern", während die Krankenhaustag-Informations-Börse die Themen Integrierte Versorgung, Medizinische Versorgungszentren sowie Kodier- und Abrechnungsfragen in den Blick nimmt. Eine Vortragsveranstaltung der Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen im BDA e.V. (AKG) zu "Aktuellen Fragen in der Krankenhausarchitektur" rundet das Kongressprogramm am Samstag ab.

Der 29. Deutsche Krankenhaustag führt die verschiedenen im Krankenhaus tätigen Berufsgruppen zusammen. Das Kongressprogramm bietet umfassende Gelegenheit zur Diskussion zwischen den Partnern im Gesundheitswesen und den Beschäftigten im Krankenhaus.

Der Deutsche Krankenhaustag ist die wichtigste Plattform für die deutschen Krankenhäuser und findet jährlich im Rahmen der MEDICA statt. Die Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag mbH (GDK) hat die Aufgabe, den Deutschen Krankenhaustag auszurichten sowie Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Symposien durchzuführen, zu fördern und zu unterstützten. Gesellschafter der GDK sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Der Pflegebereich ist durch die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen (ADS) und den Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK) in die Arbeit der GDK eingebunden.